„Der rechte Arm der Götter – Armour of God“ erweist sich als einer der schwächsten Filme Jackie Chans.
Dabei macht der Beginn echt Laune: Abenteurer Jackie (Jackie Chan) entwendet ein seltenes Schwert aus der Hand eines Stammes im Urwald, das zu der fünfteiligen Rüstung Gottes gehört. In der Tradition von Indiana Jones gehalten bietet die Eröffnung ein paar wunderbare Stunts, die wirklich begeistern, zumal er ziemlich temporeich ist.
Auf einer Auktion kann Jackie das Schwert teuer an eine geheimnisvolle Frau verscheuern und denkt seine Arbeit sei getan. Doch eine Horde von Finstermännern entführt Lorelei (Rosamund Kwan), eine gute Freundin und ehemalige Flamme, von ihm, die mit seinem Freund Alan (Alan Tam) verbandelt ist. Sie fordern im Ausgleich dafür drei Teile der Rüstung Gottes. Nicht unbedingt neu ist die Story des Films, zumal der Aspekt der Dreiecksgeschichte zu den großen Bremsern gehört. Lediglich der Clip aus Jackies Vergangenheit, wo er mit den beiden anderen als Popmusiker auftritt, regt zum Schmunzeln an.
Da Jackie sich seinem Freund verpflichtet fühlt und immer noch Gefühle für die Entführte hegt, machen sich die beiden auf, um bei einem Sammler zwei der drei geforderten Teile abzuholen. Dieser besitzt auch Stück Nr. 3, wie sie feststellen, denn die geheimnisvolle Käuferin ist seine Tochter May (Lola Forner). Die beiden Abenteurer bekommen die drei Teile unter der Bedingung geliehen die restlichen beiden Stücke heranzuschaffen, welche sich anscheinend in der Hand der Finsterlinge befinden. Dazu kommt auch May mit auf die Reise...
Trotz guter Ansätze hat mich „Der rechte Arm der Götter“ kaum begeistert. Vor allem die schwache Story kann nicht wie bei diversen anderen Chan-Filmen vergessen gemacht werden, weshalb der Film einen nie so richtig packt und meist kalt lässt. Zudem gibt es zuviel Füllmaterial und langweilige Szenen, vor allem im Bezug auf die Dreieckskiste. Bestes Beispiel ist die vollkommen sinnlose und überflüssige Kerkerszene gegen Ende.
Die Komik ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Chan grimassiert wie man es schon zig mal bei ihm gesehen hat und dann auch besser. Mir persönlich hat „Der rechte Arm der Götter“ kein müdes Lächeln entlocken können, denn auch die restlichen Non-Slapstick-Gags sind nicht wirklich gut und ebenfalls altbekannt (wenig auch nicht von Chan).
Auch die Action, die sonst bei Chan viele Nachteile ausgleicht, ist hier nur Mittelmaß. Es wird nur wenig gekämpft und dann sind die meisten Kämpfe noch nicht mal besonders gut inszeniert. Vor allem der Showdown gegen die Killertussis hat einen hohen Trash-Appeal. Wirklich gut hingegen ist die Verfolgungsjagd gegen Ende des ersten Drittels bei der er es ordentlich mit viel Blechschaden kracht und knallt. Diese Szene spricht auch Fans des westlichen Actionfilms an.
Chan ist halt Jackie Chan und gibt hier seine gewohnt überzogene Performance ohne viel Tiefe. Besser ist da Co-Star Alan Tam, der mit einer unterhaltsamen Gesangseinlage punkten kann. Die weiblichen Hauptrollen werden routiniert rübergebracht, während die restlichen Nebendarsteller eher Staffage sind.
„Der rechte Arm der Götter“ ist zwar durchaus routiniert, aber wenig packend und mit zu wenig Action gesegnet. Lieber die Fortsetzung „Mission Adler“ gucken, die ist zig mal besser.