In „Armour of God – Der rechte Arm der Götter“ spielt Jackie Chan den Abenteurer Jackie, der einen Teil der Rüstung Gottes auf Afrika stiehlt. Da er kein Geld hat, lässt er dieses Stück versteigern. Eine Geheimnisvolle Frau ersteigert das Stück. Die Freude wehrt jedoch nur kurz. Jackies ehemalige Freundin Lorelei (Rosamund Kwan), die mit seinem Freund Alan leiert ist, wird jedoch von einer Sekte entführt, die die Rüstung Gottes haben möchte und deshalb Jackie erpresst. Jackie und sein Kumpel Alan (Alan Tam) wenden sich an den Besitzer der restlichen Teile und leihen diese aus. Es stellt sich heraus, dass die geheimnisvolle Frau bei der Auktion, die Tochter dieses Kunstsammlers ist und die beiden begleitet. Bei der fingierten Übergabe der Rüstung geht etwas schief und es kommt nicht zum Austausch. Aus diesem Grund reisen sie zu der Sekte um dort Lorelei zu befreien...
Wenn man sich hier die Storybeschreibung durchließt, denkt man bestimmt, dass das ein typischer Jackie Chan Film ist, wo ordentlich gekloppt wird und Witze gerissen werden. Diesen Anschein hat man auch nach dem guten Beginn des Filmes. Jedoch wird besonders in der Mitte des Filmes mehr auf die einzelnen Charaktere Wert gelegt. Dieser Teil des Filmes ist auch auf Grund der nicht perfekten Umsetzung ziemlich zäh und langweilt. Gegen Ende kommt man jedoch wieder zu Altbekanntem zurück und der Film endet in einem sehr guten Kampf.
Was mir auch nicht so gefallen hat, waren die mitunter sehr überzogenen Witze, die mir nur selten ein Schmunzeln oder gar ein Lachen abgewinnen konnten. Das gibt es anderen Jackie Chan Filmen besser zu sehen.
Natürlich kann man das Ende schon erahnen, aber das ist ja bei den meisten Filmen dieser Art so und fällt deshalb nicht negativ auf.
Auch die schauspielerische Leistung aller Schauspieler ist nicht das gelbe vom Ei. Jackie Chan gefällt mir von allen jedoch noch am besten, wobei seine Albernheiten in diese Film zu sehr überhand nehmen und sehr überzogen sind. Die Kämpfe die er in diesem Film zeigt sind zwar nicht so spektakulär wie in anderen von seinen Filmen, können aber durchaus dank seiner soliden kämpferischen Leistung überzeugen. Hervorheben möchte ich da besonders den Kampf gegen die vier Frauen.
Alan Tam spielt die Rolle des leicht ungeschickten Alans glaubwürdig. Man fasst sich jedoch manchmal an den Kopf, da er mitunter solch dumme Sachen macht, die sehr unglaubwürdig und übertrieben wirken.
Lola Forner, die May, die Tochter des Kunsthändlers, spielt, kann auch nicht so überzeugen, da sie meiner Meinung nach viel zu statisch spielt und sich irgendwie nicht in die Rolle eingefunden hat.. Sie verzieht selten eine Mine und kann ihre Gefühle nicht zum Ausdruck bringen. Auch Rosamund Kwan kann in ihrer Rolle als Lorelei nicht überzeugen, hier gilt das gleiche, was ich auch bei Lolar Forner geschrieben hab, nur ist es nicht ganz so schlimm.
Die Sets und die Atmosphäre hingegen gefallen mir sehr gut. Dies betrifft sowohl den Anfang, wo Jackie vor den Eingeborenen flüchtet, wie auch der Teil des Filmes, der in dem Kloster der Sekte spielt. Zu der Atmosphäre trägt, zu meinem Erstaunen, vor allem die gute Musik bei, die den Szenen den richtigen Ausdruck verleiht, sein es poppige Stücke, wie am Anfang und am Ende des Filmes oder eher ruhigere Melodien. Alles passt fast wie die Faust aufs Auge.
„Armour of God“ ist sicherlich nicht einer der besten Jackie Chan Filme, kann aber durchaus überzeugen, wenn auch die Story längen hat und auch die Schauspieler nicht so überzeugen können. Für den Film spricht die gute Atmosphäre mit den schönen Sets und der guten Musik und einige nette Fights und Gags.
Für alle, die mehr Action sehen möchten, sollten sich den zweiten Teil ansehen.
Für mich war dieser Film eine nette Unterhaltung und es reicht knapp zu 7 Punkten.