Review

Ich frag mich immer, wenn ich so einen Film über das Highschool- oder Unileben in den USA sehe, ob's da wirklich so krass zugeht ...
Aber egal. Die Frage wird wohl wieder offen bleiben.

DIE REGELN DES SPIELS ist also mal wieder ein solcher Uni-Film, der aber völlig auf AMERICAN PIE-artigen Humor und Klamauk jeglicher Art verzichtet.
Hier geht's ernst zur Sache: Hier stehen Vergewaltigungen, Drogenmissbrauch, One-Night-Stands, Homosexualität und Selbstmord an der Tagesordnung und wie immer gehts um die Liebe, gebrochene Herzen und um Sex Sex Sex.
All diese Themen werden teilweise ziemlich deutlich und unwitzig dargestellt, so dass der Film als lockerflockiger Teenie-Streifen nicht durchgeht (was absolut gut so ist).
Nein, hierbei handelt es sich eher um einen ernsten Versuch Probleme von Jugendlichen, die langsam erwachsen werden müssen, darzustellen, was dem Film insgesamt sehr gut gelingt. Zwar wirken einige Ereignisse überzeichnet und unrealistisch, die Charaktere allerdings, auf denen das Hauptaugenmerk des Films liegt, kommen sehr authentisch rüber, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann.

Insgesamt unterhält der Film sehr gut, was u.a. auch an der netten Optik und den überraschenden Darstellern liegt (ich sag nur "Dawson").

Mein Fazit also:
Was REALITY BITES in den 90ern war, ist DIE REGELN DES SPIELS heute: ein Abbild unserer jungen Generation (auch wenn dieser Film um einiges bedrückender und pessimistischer daherkommt ...)
Prädikat: Sehr sehenswert

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