Review

Die Ausgangslage von "Battlefield Earth" ist nicht uninteressant: Die Menschheit wurde von Aliens überfallen und ackert jetzt für die Besatzer. Inzwischen sind 1000 Jahre vergangen und schließlich kommt einer auf die Idee, sich mal dagegen zu wehren.
Dabei macht der Film so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann.

Sicher muß nicht alles auf die Goldwaage gelegt werden. Aber ein jeder Film, auch ein SF- oder Fantasy-Streifen, sollte zumindest einen letzten Rest von Kausalität beinhalten, der die dargestellte Handlung als mehr denn bloße Willkür erscheinen läßt.
Nicht so bei "Battlefield Earth". Dinge, die auch ein Nichtfachmann sofort als blanken Unsinn erkennt, werden hier gnadenlos als wichtige Handlungspunkte verkauft. Beispiele wurden in anderen Reviews hier schon genannt. Ich würde mich nur wiederholen. Das mache ich sowieso schon, indem ich euch vor dem Kauf oder auch nur dem Ansehen dieses Machwerkes warne. Verschwendete Zeit, verschwendetes Geld.

Und ich habe sicher auch kein Problem damit wenn ein Film sich selbst nicht ganz ernst nimmt und dem Zuschauer Müll vorsetzt, sofern die Grenzen nicht überschritten werden. Bei "Independence Day" z.B. war den Machern auch klar, daß die Geschichte mit dem Computervirus äußerst dünn ist. Entsprechend wird es dem Zuschauer verkauft: Mit einem Augenzwinkern nämlich. Aber okay, trotzdem fühlte ich mich noch einigermaßen gut unterhalten. Bei "Battlefield Earth" ist das nicht so. Vielmehr ist der Streifen über die gesamte Länge dermaßen unfreiwillig komisch, daß es einfach nur noch peinlich ist.

Die Reviews, die ich (leider zu spät) hier zu diesem Film gelesen habe, waren zum Teil unterhaltsamer als der Film selber.
Ganz klarer Fall: 1/10
Naja, fast könnte man 2 Punkte allein dafür geben, weil es schon bewundernswert ist, mit was für einer Selbstverständlichkeit sämtlicher gesunder Menschenverstand hier ignoriert wird. Und wirklich: Ich bin keiner, der sich über sowas wie Geräusche im Weltraum aufregt.

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