Review

Wir schreiben das Jahr 3000 und eine fremde Rassen mit dem sehr originellen Namen „Psychlos“ herrscht über die Erde und unterdrückt die letzten Überlebenden, die wie die Wilden in irgendwelchen Höhlen hausen.
Jonnie Goodboy ist der einzige, der sicht traut seiner kleinen Welt zu entfliehen. Weit kommt er nicht, denn er landet prompt in der Gewalt der bösen Aliens. Er wird in deren Hauptquartier mitgenommen und trägt fortan einen selten dämlichen Nasenclip, um die Luft der Psychlos in ihrer künstlichen Athmophäre atmen zu können.

Einige Revolten später hat er Terl (gespielt von John Travolta) und seinen Assistenten Ker (gespielt von Forest Whitaker) so beeindruckt, dass man ihm eine Schnell-Ausbildung in modernem Alien-Wissen mit einer vor sich hin blitzenden Lernmaschine spendiert. Damit soll er zu Bergbauarbeiten abgerichtet werden, um bei der Bergung von Gold behilflich zu sein.
Das Ziel der korrupten Außerirdischen liegt nämlich darin, möglichst viel Gold an sich zu bringen, um sich mit dem Reichtum einen schönen Lebensabend zu gönnen.

Was folgt ist genauso kompliziert wie blöd und wird darum von mir auch nicht weiter ausgeführt.

Noch nicht einmal 10 Minuten sind verstrichen und schon hat dieser Streifen in mir alle Hoffnung auf einen unterhaltsamen „Battlefield Earth“-Videoabend zunichte gemacht. Man muß gar nicht besonders aufmerksam auf die Mattscheibe starren, um zu bemerken was für Nieten uns hier als Darsteller aufgebührt werden. Hinzu kommt eine seltsam dämliche, uninspirierende und öde Story, die mich an das ähnlich mißlungende und dennoch weitaus unterhaltsamere „DNA – Island of Dr. Moreau“-Desaster erinnert.

Immerhin kann die Optik zu Beginn ein wenig überzeugen und übertüncht so die schwache Handlung und das erbämliche Dauer-Palaver der drittklassig wirkenden Darsteller. Mit zunehmender Lauflänge verliert jedoch selbst die Optik an Reiz, was sowohl an der wirren Kamera wie auch an den billigen Kulissen, der lahmen Action und der fast ununterbrochen schrecklich bedeutungsschwangeren Musik liegt.

Wenn man sich dann nach einer knappen halben Stunde vor einsetzender Verblödung erstmal vom Sessel erhebt und nach Verrissen dieses Machwerks im Internet sucht, wird man sicher nicht verwundert sein zu lesen wer sich für die Buchvorlage verantwortlich zeichnet. Tatsächlich stammt diese nämlich von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard! Dieser Tatsache haben wir es dann wohl auch zu verdanken, dass Scientology-Jünger John Travolta mitspielt und eine der traurigsten Darbietungen seines Lebens hinlegt. Im Kopf hatte er vermutlich den Hintergedanken, dass er dank seiner Maske nicht erkannt wird und seine Rolle durch die schlechte Performance irgendwie komisch wirken würde.

Nur merkwürdig, dass ich Tom Cruise nirgends ausmachen konnte... Allerdings ist dessen Hirn vielleicht vor lauter Sekten-Gewäsch noch nicht ganz so durchgeweicht. Travolta jedenfalls unterbietet hiermit seine Darstellung in „Look Who's Talking Now“ und knockt sich schlußendlich selbst aus, da er doch tatsächlich als Produzent von „Battlefield Earth“ tätig war!

Fazit: „Battlefield Earth“ ist so erbärmlich, dass man nach wenigen Minuten nicht mal mehr über die unfreiwillige Komik lachen mag.

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