Dieser Film ist einer der besten Beweise, dass der geniale Jack Nicholson seine Rollen nicht nur spielt, er lebt sie förmlich. Glaubwürdiger hätte kein anderer Schauspieler den Protagonisten Warren Schmidt spielen können. Bereits kurz nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand stellt sich für Schmidt schnell die Frage, welche Bedeutung sein Leben für andere Menschen hat, und diese Frage wird noch mehr verstärkt, nachdem seine Frau plötzlich verstirbt.
Die einzigen Zufluchtspunkte aus seiner Misere scheinen seine geliebte Tochter, deren Hochzeit mit einem Wasserbettenvertreter (nennen wir es einfach mal so) kurz bevor steht, und sein neu gewonnener Pflegesohn Ndugu zu sein, dem er seine Gedanken und Gefühle in seinen Briefen offenbart.
Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht Schmidt’s dargestellt, umrahmt von den bereits erwähnten Briefen an Ndugu, die sehr interessante Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Hauptfigur zulassen. Der Wechsel zwischen Dialogen und musikalischer Untermalung von Szenen gelingt Alexander Payne hervorragend und schafft dadurch eine für diesen Film perfekte melancholische Stimmung, in der Zuschauer sich sehr schnell hineinversetzen kann. Untermauert wird diese Grundstimmung des Films durch wunderbare Bilder, die vor allen Dingen während der Reise Schmidt’s in seinem Wohnmobil nahezu meisterhaft in Szene gesetzt wurden.
Fazit: Der Film lebt von verschiedenen, hervorragend miteinander harmonierenden Elementen (bravouröse schauspielerische Leistungen von Jack Nicholson und Kathy Bates, Plot, Kamera & Musik), und macht ihn somit zu einem absoluten Muss für jeden Film-Liebhaber.