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Die jungen und selbstbewußten Eheleute David (Woody Harrelson) und Diana (Demi Moore) geraten bei ihrem Hausbau in finanzielle Schwierigkeiten und nehmen in ihrer Not das unmoralische Angebot eines durchtriebenen Millionärs (Robert Redford) an, nicht ahnend, daß sie hiermit ihre Beziehung aufs Äußerste belasten werden.

Adrian Lynes "Ein unmoralisches Angebot" bietet nicht nur eine erfreulich einfach gestrickte, dafür nicht minder interessante wie fesselnde Geschichte sondern mit Redford, Moore und Harrelson auch ein tolles Darstelleraufgebot, welches die 110 Filmminuten wie im Fluge vergehen lässt. Hevorheben muss man in schauspielerischer Hinsicht defintiv Demi Moore, die hier zweifelsohne eine der stärksten Leistungen ihrer wechselvollen Karriere abliefert indem sie ihren von moralischen und zwischenmenschlichen Zweifeln zunehmend gebeutelten Charakter Diana äußerst lebensnah und glaubhaft präsentiert. Doch auch Raubein Woody Harrelson bringt seinen Part überraschend emotional herüber, wobei der abgebrühte, unantastbar erscheinende Robert Redford das Klasse-Trio perfekt abrundet.
Schließlich weiss das "Unmoralische Angebot" aber auch in technischer Hinsicht zu überzeugen. Macher Adrian Lynes fing gleich eine ganze Reihe optisch wie akustisch höchst stimmungsvoller Szenen ein, so beispielsweise den atmosphärischen, gefühlvollen Ausklang des Filmes oder auch unmittelbar vor dem unmoralischen Date auf hoher See. Ebenfalls ein gelungener Schachzug des Filmes ist sicherlich der Verzicht auf das Zur-Schau-stellen des eigentlichen heissen Höhepunkts. Einmal mehr erweist sich hier das Motto "Weniger ist mehr" als sehr zutreffend und intensiviert gerade durch das Nicht-Zeigen die Wirkung dieser zentralen Szene.

Fazit: Wer auf fesselnde Dramen steht, der ist hier in jedem Fall gut aufgehoben: Top besetzt, mitreißend und auch technisch sehr ansehlich inszeniert. Daumen hoch für dieses unmoralische Angebot!

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