Review
von Leimbacher-Mario
Netter Twist oder idiotische Idee?
In Taken 3 bekommt der Ex-Militär & liebende Vater es mal ausnahmsweise nicht mit typisch arabischen Gangstern zu tun, sondern mit... russischen^^. Und der amerikanischen Polizei, die ihm dem Mord an seiner Frau beschuldigt. Und anstatt mit dieser zusammen zu arbeiten, haut Herr Mills ab & versucht auf eigene Faust zu ermitteln...
Warum ist Taken 1 so sau gut & die Fortsetzungen einfach mal drei Schritte zurück? Warum läuft Liam Neeson so viel, was bescheuert aussieht? Warum arbeitet er nicht mit der Polizei zusammen? Wie vorhersehbar ist das denn bitte? Hat der Regisseur noch Haare, so an diesen herbei gezogen ist Taken 3 oft? Hatte der Kameramann Parkinson? Wer ist mit so etwas Halbgarem zufrieden, geht dafür sogar ins Kino?... Viele Fragen gingen mir beim Schauen von Taken 3 durch den Kopf, aber keine so oft wie: Ist jetzt endlich Ende mit dem Franchise?
Der erste Teil der Reihe war ein richtig gut Actionfilm, den es so Jahre nicht mehr gegeben hatte. Da schließt Teil 3 kein bisschen an, an dem verkorksten Teil 2 aber zum Glück auch nicht... was aber nicht heißt, dass Taken 3 toll ist, ganz im Gegenteil. Ich habe ihn in einem tollen AirBerlin-Flugzeug geschaut, und zu mehr taugt es der Film auch nicht wirklich. Die 2 Stunden von Mallorca nach Düsselforf hat er mir aber schon irgendwie verkürzt.
Liam Neeson gibt sein Bestes, kann gegen halbgare Action & ein dummes Drehbuch mit verrückten Wendungen aber auch nichts ausrichten. Mit dem immer gehenden Forest Whitaker läuft es ähnlich. Diesmal ist durch die Wackelkamera alles sogar so ätzend unübersichtlich & unschön, dass selbst die nun weniger tödlichen Fights selten Spaß machen. Alle Bösewichte im Film sind Charakterschablonen & absolut vorhersehbar. Immerhin schlägt der Film aber nicht ganz so verrückte Haken wie Teil 2, bietet dafür aber auch absolut keine Schauwerte durch exotische Plätze in der Welt wie Istanbul. Ein doppelter Showdown rettet auch kaum mehr was & man ist eigentlich froh, wenn es vorbei ist.
Fazit: kein weiterer Rückschritt nach Teil 2, das ist doch schonmal gut. Trotzdem bleibt der fade Beigeschmack eines oft hanebüchen Poor-Mans-Die Hard!