Es wirkt schon lächerlich, wenn demselben Mann drei Mal das Gleiche passiert: Ein Familienmitglied wird von bösen Verbrechern entführt oder umgebracht und ihm bleibt wenig Zeit.
Bei "Stirb langsam" hat man schnell erkannt, dass sowas bereits nach dem zweiten Mal unwahrscheinlich und unfreiwillig komisch wirkt, und deshalb ab Teil 3 eine ganz andere Handlung gemacht. "Taken" (96 Hours) zieht tatsächlich dreimal das Gleiche durch.
Dieser dritte Teil zündet am wenigsten. Zwar ist am Schluss gute Action und es werden finstere Ost-Verbrecher reihenweise umgelegt, aber die erste Hälfte des Films verstreicht ohne Fights und besteht nur daraus, dass der Held unschuldig von der Polizei verfolgt wird - ich weiß nicht in wie vielen Filmen ich das schon es gesehen habe - es waren viele.
Neeson ist auch nicht mehr der Jüngste und so langsam nimmt man ihm die 1-Mann-Armee nicht mehr ab. Ein guter Schauspieler ist er auf alle Fälle. Forest Whitaker ist auch wieder top. Maggie Grace finde ich in Walking Dead besser aufgehoben und tougher. Hoffentlich lassen sich die Leute nicht für Kohle zu einem vierten Teil überreden. Aber jetzt ist seit zehn Jahren Ruhe, das wird wohl nichts mehr kommen, außer man rebootet es mit Neesons Neffe tritt nun in seine Fußstapfen. Eine anders besetze Serie gibt es ja schon, die hat aber hier keiner gesehen, oder?
Ganz nettes Filmchen, aber nicht so stark und feurig wie die beiden ersten Teile.
Taken 1 = 9 Sterne
Taken 2 = 9 Sterne
Taken 3 = 5 Sterne