Die letzte Hoffnung der Menschheit ist leider unterbesetzt, weshalb mal wieder ein paar Frischlinge incl. eines 2-Mann-Kamerateams in den Aussemposten 37 geschickt werden. Weshalb das Kamerateam dabei ist, erfährt man nicht. Die drehen halt eine Doku oder so. Der eigentliche Film setzt sich dann auch aus diversen Materialien zusammen: Der normale Film halt, das Filmmaterial des begleitenden Kamerateams, Interview-Sequenzen und Ausschnitte aus TV-Nachrichtensendungen. Letztere halten sich in Grenzen und sind eher informativ und stören auch nicht so, da ihre Zahl begrenzt ist. Allerdings stören die dauernden Unterbrechungen des Films durch die Interview-Sequenzen erheblich. Am Anfang des Films konnte ich das noch akzeptieren, da hier mangels Handlung selbige auch nicht unterbrochen wurde. Aber später haben mich diese Unterbrechungen doch sehr genervt, zumal sie nur emotionale Highlights einbringen sollen, die mich aber in keinster Weise berührt haben.
Schwierig war es für mich auch, eine Identifikationsfigur zu finden. Will sagen: ich habe keine gefunden. Die Schicksale der Charaktere waren mir fast alle egal. Als sich einer der Kameramänner für ein Selbstmordkommando geopfert hat, hat mich das nicht berührt. Seinen Co-Kameramann übrigens auch nicht. Der hat sich nur aus dem Staub gemacht, als es brenzlig wurde. Immerhin hat er seinen Auftrag erfüllt und das Filmmaterial gerettet.
Und die ausserirdischen Invasoren waren auch irgendwie enttäuschend. Trotz ihrer überlegenen Kraft und Technik haben sie es nicht geschafft, sich so zu organisieren, dass sie sich gegen Outpost 37 behaupten konnten. Die Idee, die bei der finalen Auseinandersetzung eingesetzt wurde, will ich hier nicht verraten. Die Soldaten hatten zwar herausgefunden, was es ist, konnten aber nichts relevantes dagegen unternehmen. Und das Oberkommando wollte nichts davon hören. Ich habe nicht kapiert, warum so seltsam verfahren wurde.
Hoffentlich bleibt uns eine Fortsetzung erspart, denn das offene Ende drohte uns sowas schon an.