Ex Machina ist ein extrem gut gemachter, minimalistischer, schlauer kleiner, gemeiner Sci-Fi-Reisser im Stile der 1970er Reisser, nur auf modern getrimmt. Alex Garland erzählt bedächtig, man mag fast meinen sperrig, seine Geschichte über Mensch vs Maschine, in der der ahnungslose Protagonist zum Spielball zweier Meister wird.
Uns so überraschend das Ende auf den ersten Blick ist, so gab es nie einen anderen Ausweg für die beiden "Meister". Alles ist perfekt durch exerziert und der Film hält vielen kritischen Fragestellungen stand. Hinzu kommt, dass alle Darsteller auf Topniveau agieren und es auch kaum ein Wunder ist, dass nun alle Beteiligten in einer anderen Gehaltsliga spielen.
Was man aber unbedingt erwähnen muss, und sei es ein sogenannter Spoiler, ist das Ende. Zum einen ist es wirklich konsequent und richtig, dass das Ende so ist, gerade auch um zu zeigen, dass der Protagonist nur ein Spielball war und um beim Zuschauer das Unbehagen zu erzeugen, aber Alex Garland hat ganz eindeutig eine sadistische Freude daran, solche "fiesen" Schlusspointen zu setzen. Hier funktioniert es noch recht gut, da es komplett ins Bild passt. aber in späteren Werken sollte er schon aufpassen, wie er mit solchen Pointen umgeht, zB in Auslöschung geht es schon fast schief.7 Punkte.