Mit dem Original von 1996 und einem Dennis Quaid in der Hauptrolle hat die späte zweite Fortsetzung mittlerweile nicht mehr viel gemein, außer dass ein Drache sein Herz mit dem Helden teilt. Die Grundidee bleibt allerdings hanebüchen, da dem Vieh auf halber Strecke sogar die feurige Puste ausgeht.
Als angehender Ritter wittert Gareth (Julian Morris) bei einem Kometeneinschlag pures Gold und verlässt die Siedlung über eine Mauer, welche das Dorf vor Druiden schützen soll. Im angrenzenden Wald findet er neun Dracheneier, welche Gareth beim Angriff vor Druiden beschützt, wobei er jedoch angeschossen wird. Der Drache Drago heilt Gareth, indem er ihm sein halbes Herz schenkt. Gemeinsam treten sie gegen einen bösen Magier an, der Drago alsbald mit einem Fluch belegt...
Gedreht wurde der B-Streifen in Rumänien, was der Atmosphäre des Fantasyfilms durchaus entgegen kommt. Die Kulissen wirken zumindest markanter als Hauptdarsteller Julian Morris, der als Möchtegernritter in seinem Dorf nicht gerade vorteilhaft eingeführt wird. Seine späteren Gefährten vom Stamme eines friedlichen Druidenclans bringen da schon etwas mehr Leben in die Bude und bewirken die eine oder andere Auflockerung, was auch für den Drachen gilt.
Dieser ist ganz okay animiert, auch wenn es dem Kopf ein wenig an Details mangelt. Demgegenüber bewegt er sich recht elegant über die Landschaften und obgleich die deutsche Stimme nicht mit dem Original Ben Kingsley mithalten kann, heimst Drago rasch Sympathiepunkte ein, zumal er mit einigen flapsigen Sprüchen punkten kann.
Leider hinkt die einfältige Geschichte deutlich hinterher, da das übliche Spiel zwischen Gut und Böse keinerlei Überraschungen parat hält. Nachdem im Mittelteil kleinere Längen auszumachen sind, gerät der Showdown auf einer Burg zwar ein wenig unterhaltsamer, doch Spannungsmomente halten sich in Grenzen, da eine latente Vorhersehbarkeit auszumachen ist, die sich bis zum Finale erstreckt.
Immerhin sind die Schwertkämpfe ordentlich inszeniert, die CGI überzeugen sogar durch die Bank und trotz der eher schwachen Besetzung ist auch darstellerisch nicht viel anzukreiden. So bleibt unterm Strich ein einfach gestrickter Streifen mit geringem Budget, jedoch passabler Ausstattung, manierlicher Inszenierung und netten Effekten, den man mit eher geringen Ansprüchen ans Genre mal mitnehmen kann.
5 von 10