Nordeuropa vor zweitausend Jahren: König der Wikinger, Thorsson muss sich entscheiden: Um die Schlacht gegen eine Horde von Barbaren zu gewinnen, müssen er und sein Sohn Barek eine Entscheidung treffen: Entweder sie kämpfen alleine und sterben, oder bitten den zweiten Sohn, der sich der schwarzen Magie verschrieben hat, Boar um Hilfe und siegen. Doch Verrat und Misstrauen zerstören den Plan und ein Kampf in die Jahrhunderte beginnt.
Da hat sich aber jemand mächtig viel vorgenommen, laut Cover ist Berserker ein Actionfilm im Stile von Herr der Ringe, Conan und Highlander, dazu mal eben das Frontcover dreist bei HdR abgekupfert und tatsächlich muß man sagen, das die ersten dreißig Minuten sogar ziemlich gut sind. Die Sets sind soweit authentisch, die Kostüme sind so, wie man sich eben Wikinger vorstellt und sogar für zwei Wikingerschiffe hat das Geld gelangt, so das Berserker richtiggehend nach Kino aussieht.
Es kommt zwar lediglich zu einer einzigen wirklichen Schlacht und die ist noch nicht mal allzu opulent ausgefallen. Sobald sich dann aber das Geschehen in die Neuzeit verlagert, fällt Berseker doch stark ab (den Schachzug fand ich schon bei He-Man nicht gerade gelungen). Die Story ist dabei eine ziemliche Räuberpistole um kannibalistische Odinskrieger, vampiristische Walküren und untote Wikingerhelden, auf so eine Plotte muß man erstmal kommen. Dazu gibts noch ein paar Highlander Posen und ich hab wirklich nur auf den berühmten "Es kann nur einen geben" Satz gewartet (allerdings haben sich das die Macher doch verkniffen).
Immerhin gibts einige blutige Schwertfuchteleien, FSK 18 Rating ist da absolut berechtigt, große Swordplaykunst wird allerdings nicht geboten, es muß sich aber auch keiner drum kümmern, selbst nach Enthauptung wird man ja wiedergeboren, da kann man das Training schon mal schleifen lassen. Große Heldentaten müssen die Darsteller auch nicht bewältigen, ein bißchen mit dem Schwert wedeln und meist grimmig schauen, mehr wird nicht verlangt, zumindest ist das Tittentattoo der Wuhrer ganz niedlich. Schade das man nicht beim Fantasypart geblieben ist, die Ansätze waren durchaus vielversprechend, so bleibt eine unterhaltsame erster halbe Stunde, der Rest ist dann eher Standardware ohne großen Erinnerungswert.
4/10