Bereits im Jahre 2001 entstanden, schaffte es "Knight Club" bisher nicht in die deutschen Videothekenregale. Warum es nun, 7 Jahre nach der Entstehung noch geklappt hat ist mir wirklich Schleierhaft.
"Knight Club" ist ein Film der sich ganz offentsichtlich eine dreist zusammengeklaute Mischung aus "Fight Club" (wenn auch nur wegen des Titels) und "Road House". Die Geschichte möchte mehr sein als sie schlussendlich ist, nämlich ein Drama. Lächerlich! Dramatisch ist hier nur eins, und das ist die deutsche Synchronisation. Ein Schlag ins Gesicht eines jeden halbwegs intelligenten Filmfreundes. Sowas hab ich persönlich noch nicht erlebt! Unglaublich!
Die Story ist im Prinzip gar nicht so schlecht wie der Film im Ganzen. Gary (Lochlyn Munro, Freddy vs. Jason, Pressure) ist ein ziemlicher Depp. Seine große Liebe ist ihm weggelaufen und seine Karriere als Schauspieler scheint schon zuende zu sein, bevor sie richtig in die Gänge kommt. Da kommt er eines Tages durch Zufall die große Chance. Gary wird als Türsteher rekrutiert. Mit mehr Glück als Können meistert er seine Arbeit. Sein Chef Dirk (Lou Diamond Phillips, Young Guns, The Big Hit) nimmt ihn unter seine Fittiche und baut ihn zu einem gestandenen Security-Leader auf. Gary verfällt allerdings immer mehr den Drogen und folgt dem lieben Geld als er ein Angebot vom russischen Discobesitzer Krukov (Andrew Divoff, Wishmaster, Und wieder 48 Stunden) bekommt. Jener ist der Erzfeind Dirk's und jedem wird schnell klar das es nun zu bösem Blut kommt.
"Knight Club" besticht durch haarsträubende Dialoge, blutleere "Fights!?" und solch untalentierten Darstellern das sich einem die Fussnägel hochstellen. Den charismatischen Ober-Bösewicht Andrew Divoff nehme ich mal aus, denn er hat zu wenig Screentime um dem Zuschauer etwas anderes beweisen können. Normalerweise stelle ich gerade bei solchen Produktionen schnell auf den englischen Originalton um, aber selbst der ist gelinde gesagt zum über die Schüssel beugen. Da ich aber einer dieser "Allesgucker" bin, wollte ich auch wissen wie sicher der debile Gary durch die 90 Minuten schlägt.
Geht man locker an einen solchen Film heran (vorallem mit dieser Handlung), dann glaubt man einige ordentliche Fights, nen paar nette nackte Brüste und den ein oder anderen One-Liner erhaschen zu können. Dies ist aber in Hinsicht auf "Knight Club" ein glasklarer Trugschluss. Denn dieses Machwerk hat nicht einen von all diesen Attributen die einen Rausschmeißerfilm ausmachen.
FAZIT:
Ein Film für die Schrammeltonne dem sich jeder entziehen sollte der sich für einen Freund von gutem, hartem Actionkino hält. Sogar für Allesgucker ungenießbar. Dann doch lieber die beiden "Road House"-Streifen besorgen und genießen. Der zweite ist wirklich ordentlich.
1/10