Das kleine Touristendorf "Profit" lebt von der dortigen aufgebauten Westernstadt inclusive Wild-West-Show mit Schießereien. Eines Tages taucht dort die Bikergang "Iron Bandits" auf, welche für besonders drastische Gewalttaten berüchtigt sind. Deren Anführer Bart (Lou Diamond Phillips) sammelt unter anderem die Abzeichen aller von ihm ermordeten Cops auf seinen Klamotten.
Als Bart und sein Freund Doc in der örtlichen Kneipe auftauchen, kommt es erwartungsgemäß zu Ärge und Bart verprügelt aus Spaß den Besitzer der Bar.
Im Anschluss werden alle Anwesenden eingeschüchtert, keine Aussagen bei der Polizei zu machen, sonst käme die komplette Gang nach Profit. John (Patrick Flanery), der Anführer der Stuntmen, welcher auch am Abend zuvor in der Bar anwesend war, erkennt am Tag darauf Bart und Doc als Besucher der Westernstadt wieder, und zeigt Courage- mit seinem Show-Revolvers kann er die beiden erstaunten Biker überwältigen, und der Polizei übergeben.
Dem Festgenommenen Bart steht aber natürlich ein Telefonat zu und er ruft nicht seinen Anwalt, sondern seine Gang an. Schon bald sind die "Iron Bandits" in Profit angekommen, stürmen das Polizeibüro, töten alle Anwesenden- und befreien Bart und Doc. Bart hat vor, seiner Ankündigung Taten folgen zu lassen,
Telefonleitungen werden gekappt- und der Terror gegen die gesamte Stadt beginnt. John und sein Freund Gus (Robert Forster) sind die einzigen, die es wagen sich den Bikern in den Weg zu stellen...
Überraschung! "Lone Hero" sieht zwar verdächtig nach TV-Film aus, kann aber durchaus als dreckiger Bikerfilm überzeugen. Es gibt keine längen in der Handlung, nach der üblichen Vorstellung der Hauptcharaktere steigt schon nach kurzer Zeit die Spannungskurve an. Und das trotz relativ vieler Dialogszenen, vor allem zwischen Bart und John, welche aber als interessantes Psycho-Spielchen durchgehen. Das liegt eben an den beiden Hauptfiguren, die offensichtlich Spaß an ihren Rollen haben und diese entsprechend überzeugend rüberbringen. Klar, "Lone Hero" ist und bleibt ein B-Movie, und man sollte sich besser nicht fragen, warum die Biker so lange unbehelligt diverse Cops und Zivilpersonen töten konnten. An Gewaltdarstellung ist einiges vorhanden, wird niemals explizit, kommt aber dennoch hart genug rüber. Mit abgeschaltenem Hirn macht der Film durchaus Spaß, lediglich das Ende fällt dann doch arg kitschig aus, was eine höhere Wertung verwehrt.
7/10