Auf Grund der Ölkrise hat Nexecon Petrolium ein ehrgeiziges Projekt gestartet: Colossus. Colossus ist eine riesige Bohrinsel im Nordatlantik in der Nähe von Grönland, die tiefer bohren kann als alle anderen. Doch bei den Bohrarbeiten stößt man nicht auf Öl, man legt einen Zugang zu einem unterirdischen, bisher isolierten Ozean frei, in dem prähistorische Lebewesen überlebt haben und nun in den Atlantik entkommen. Unter ihnen ist der wohl gefährlichste Jäger der Meere aller Zeiten, der Carcharodon megalodon, ein gigantischer Urhai. Diese Killermaschine.
Auch Megalodon bestärkt mich bei der These, daß gerade im Genre Haifisch Horror geschätzte 95% aller Beiträge aus dem qualitativen Äquivalent verrottender Fischinnereien bestehen. Das Hauptproblem hier ist sicher das mangelnde Budget bzw. die fehlenden Ideen solches zu kaschieren. Auch den sonst üblichen Gaststar so aus der Handelsklasse Kevin Sorbo oder Corin Nemec sucht man hier vergebens.
Gewöhnungsbedürftig ist auch das man sich oft fragen muß, ob man denn nun einen Film vor sich hat oder ein Computerspiel, denn nicht nur die Haiaufnahmen stammen aus dem Rechner, sondern auch sämtliche Außenaufnahmen der Station und davon gibt es nicht zu wenige. Könnte natürlich auch sein, das Megalodon ein undokumentiertes Let´s Play ist, denn vielen Bildern sieht man die CGI Herkunft mehr als deutlich an.
Aber auch die Story macht nicht viel her. Die freigebohrten Urzeitviecher kommen erst sehr spät im Film zu Ehren, was bedeutet das quasi die komplette erste Halbzeit nur gequasselt wird und sich hauptsächlich in uninteressanten Dialoge zwischen der Reporterin, die auch noch ihre Ökomessage loswerden muß und dem Plattformbetreiber äußern. Dafür das wir uns nominell in einem Hai-Film befinden gibt's verdammt wenig Fisch fürs Geld. Auch auf ausufernde Freßszenen war kein Geld vorhanden, niemand wird in einem blutigen Strudel unter Wasser gezogen und auch keine Halbnackten Bikini Girls gibt's hier, all die liebgewonnenen Kleinigkeiten weswegen man Hai Horror in der Regel überhaupt anschaut.
Dabei hätte die Story durchaus Potential, die abgelegene Bohrstation in Grönlands eisigen Meeren, die kleine 22 Mann starke Besatzung, da erinnert man sich ja geradezu mit Wehmut an das Ding aus einer anderen Welt beispielsweise, dessen Klasse Pat Corbitt aber niemals annähernd erreicht und dies auch sein erster, letzter und einziger Film blieb.
3/10