Review
von Leimbacher-Mario
Matterhorn, Schnatterhorn, Knatterhorn
„The Trollenberg Terror“ aka „Die Teufelswolke von Monteville“ aka „The Crawling Eye“ (ein Titel, der eigentlich schon viel zu viel über das Monster verrät!) erzählt in creepy Schwarz-Weiß-Bildern (wobei es auch eine kolorierte Version gibt) von einer jungen Gedankenleserin, die per Zug mit ihrer Mutter in einem abgelegenen Winkel der schweizer Bergwelt landet, wo sich nicht nur ein mysteriöser Nebel auf den Berg gelegt hat, sondern auch immer wieder Bergsteiger ohne Kopf gefunden werden…
Ich habe ein Auge auf dich geworfen!
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich „The Trollenberg Terror“ als Kind mal im Spätprogramm der Öffentlich-Rechtlichen erwischt und mich ziemlich gegruselt habe. Hundertprozentig sicher bin ich damit aber nicht. So oder so bin ich nun ziemlich angetan von dem verschneiten B-Movie mit dem ikonischen „Augenmonster“. Ohne Frage wurden durch ihn auch „Der Nebel“ und „Nope“, einige „Twilight Zone“- und „X-Files“-Episoden, sogar „Cliffhanger“ inspiriert. Zwischen Wissenschaftlern, Zugspitze und Clairvoyance. Eine intimere „Krieg der Welten“-Variante, oder zumindest dem Beginn einer feindlichen Übernahme aus dem All. Tentakel, Tücken und Trümmerhaufen. Charmant, besonders für Quatermass-Fans. Abenteuer trifft Alieninvasion. Paradebeispiel für Sci-Fi-Horror aus den 50ern.
Fazit: klasse und typischer Monstermovie aus den unschuldigeren 50ern. Winterlich, mysteriös, europäisch, abenteuerlich. Und absolut wegweisend für viele bekanntere Nachzöglinge. Gibt es sowas wie Trash mit Klasse?