Review

Inhalt:

Shanghai während der Herrschaft der Triaden über die Stadt. Ling (Chen Kuan Tai) ist ein überragender KungFu-Fighter und Agent der Spionage-Abwehr.
Er begibt sich nach Shanghai unter dem Vorwand, den ihm in seiner Heimat TienTsing zum väterlichen Freund gewordenen Fan Shi Yu, der in Shanghai zum allmächtigen Triaden-Paten aufstieg, besuchen zu wollen.

Fan Shi Yu, in Wahrheit auch der Boss der Spionage-Abwehr, die den Einfluss der Japaner, die die Stadt einnehmen wollen, zurückdrängen will, wird jedoch vor den Augen von Ling brutal ermordet.
Ling will den Mörder zur Strecke bringen, und dies letztendlich zusammen mit einem der Triaden-Führer, mit Tung Ken Shen (Han Chiang), der ebenfalls under cover ein Agent der Spionage-Abwehr ist.

Unter den Banden beginnt nunmehr ein blutiger Kampf um die Nachfolge Fan Shi Yu´s.
Und inmitten dieser Auseinandersetzungen steht Ling, der bei Fan Ting (Shut Chung-Tin) Unterschlupf findet, und von Su Wa (Hu Chin aka Woo Gam) Tipps erhält.

Es gibt hinsichtlich des Mörders von Fan Shi Yu mehrere Verdächtige..., etliche werden ermordet.
Schließlich verdichtet sich einiges auf die skrupellose Triaden-Führerin Ching Ku (Sally Chen), die keinerlei Rücksicht auf ein Menschenleben nimmt, und auch nicht davor zurückschreckt, Tu Fan, die äußerst attraktive Tochter von Tung Ken Shen, zu entführen.

Es muss zwischen Ling und Ching Ku und deren Schergen zum äußerst brutalen und blutigen Show-Down kommen..........


Fazit:

Also sooo langweilig wie manche diesen Eastern mit Chen Kuan Tai finden, ist er -wie ich finde- nicht.

Im Jahre 1977 drehte Genre-Routinier Pao Hsue-Li für das Hongkonger Studio "Shen Chuen Film Ltd." diesen an den Shaw Brothers-Hit "Boxer from Shantung" ("Der Pirat von Shantung", siehe mein Review auf dieser website) angelehnten KungFu-Film, ebenfalls wie dieser Streifen mit Chen Kuan Tai in der Hauptrolle.

Pao geht sein Triaden-Drama denn sehr subtil an..., die Suche nach den Verantwortlichen am Mord an einem Mafia-Paten, der in Wahrheit ein Top-Agent der Spionage-Abwehr ist, gestaltet die Regie recht komplex und etwas umständlich.
Dadurch entstehen gewisse Längen, die ab und an auftreten..., und das mögen natürlich diejenigen nicht, die einen reinen KungFu-Actioner erwarteten.
Und Pao Hsue-Li hätte das natürlich runder und stringenter in Szene setzen müssen, okay, das stimmt natürlich.

Dennoch würde ich den Streifen deshalb nicht so schlecht sehen, und nicht als absolut langweilig erachten. Der Film ist denn doch überwiegend noch relativ spannend, bei aller Komplexität der Ermittlungen, bei all der Personenfülle hinsichtlich der in Frage kommenden Verdächtigen.
Da hat man als Betrachter mitunter Schwierigkeiten dem zu folgen..., hier wäre weniger mehr gewesen. Weniger Personen, weniger Umstände, mehr Fights..., klar, das hätte dem Film besser getan.

Aber man bleibt am Ball, und die Dinge laufen sich noch zurecht, es kanalisiert sich denn auf eine, verbliebene Verdächtige..., und die ist eine eiskalte, absolut skrupellos-machtgeile Person.
Und dann bricht sich die Gewalt denn Bahn..., und es kommt zum langen, blutigen Show-Down!
Immerhin, und der letzte Eindruck ist denn der Frischste.

Pao Hsue-Li hat nicht die Möglichkeiten, die ihm die Studios der Shaw Brothers einst in Co-Regie für Chang Cheh beim originären "Boxer from Shantung" boten..., so ist denn die Atmosphäre etwas nüchterner, zweckmäßiger. 
Pao konzentriert sich auf Story, (zu) viele Figuren und Fights, bemüht sich um einen subtilen Spannungsaufbau..., das vielleicht zu sehr, es fehlt der Regie eine gewisse Lockerheit.

Dennoch kann Pao die Dinge noch ins Ziel führen..., und mit einem dramatischen und sehr blutigen Finale die Fans des Genres noch befriedigen.
Zwar durchziehen diesen Eastern immer mal wieder einzelne KungFu-Fights, diese können jedoch die Umstände und Längen der Storyline nur halbwegs kaschieren. Das ist wohl die Schwäche dieses Films.

Doch sind die Fights knallhart, und leben vom reell-athletischen Stil Chen Kuan Tai´s, viel Faustkampf.
Angelehnt an "Boxer from Shantung" sind die Aktionen brutal und das Finale blutig. Chen wird von Messern durchbohrt, von der Axt getroffen..., und fightet wütend weiter. 
Das kennen wir aus jenem Streifen, der zu den berühmtesten der Shaw Brothers zählt.
Ansonsten sind die KungFu-Fights rasant und solide choreographiert, mal rau-reell, mal technisch ausgefeilter..., Chen Kuan Tai zeigt auch mal einen gekonnten Spagat-Tritt, und Kam Kong eine feine Tritt-Technik.
Die KungFu-Action ist also ganz okay, die Streuung der Fights war aber ausbaufähig.

Chen Kuan Tai ist hier der Held und die Haupt-Figur. Im Gegensatz zu seiner Figur in "Boxer from Shantung" ist er hier nicht der nach Macht strebende Emporkömmling, sondern ein kalt agierende Ermittler, ein Under-cover-Agent.
Chen spielt das routiniert-abgeklärt, agiert unaufgeregt und zeigt denn seinen harten Kampfstil.
Han Chiang und Lung Fong sind seine Helfer..., die Zahl der Verdächtigen und feindlich gesinnten Personen ist aber denn immens.

Viele Gesichter sagen auch mir, der ich Hunderte Eastern sah, denn wenig bis nichts.
Das macht die Sache für den Betrachter denn auch nicht einfacher..., Chiang Tao ist noch eines der bekannteren Gesichter, auch Shut Chung-Tin ist den Anhängern der Shaw Brothers bekannt.
Da ist es für die Betrachter denn ein Glück, dass die einzige Frau unter den Verdächtigen, die Haupt-Bösewichtin ist:

Sally Chen spielt die eiskalt-verruchte und absolut skrupelbefreite Triaden-Chefin..., typisch und arrogant wirkend, mit langer Zigaretten-Verlängerung, aufgemaltem Schönheitsfleck, blassem Teint, lässt sie willkürlich morden, und schreckt selbst auch nicht davor zurück.
Mit dabei sind denn noch Cheng Kang-Yeh (aka Cheng Hong), wie schon in "Boxer from Shantung", sowie Kam Kong, der einen feinen Stil hier fightet, Ma Kei (aka Ma Chi), Tin Yau als einer der vielen Verdächtigen, Chan Wai-Lau als Wahrsager..., und die Tochter -im Film- von Han Chiang,"Tu Fan", wird von einer mir namentlich leider nicht geläufigen, sehr attraktiven Darstellerin verkörpert!

"Layout" ("Die Todeshand des schwarzen Panthers") ragt an "Boxer from Shantung" natürlich nicht heran, ist denn nicht mehr als eine kostengünstig gehaltene thematische Variante dieses legendären Streifens.
"Layout" hat seine Schwächen, sieht man darüber hinweg, bleibt ein relativ solider, am Ende harter und blutiger Eastern, mit Chen Kuan Tai, der seine charismatische Aura auch hier einbringen kann.

Das reicht für knappe 6/10 Punkte, die sich "Layout" vor allem im blutigen Finale noch erkämpfen kann.

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