Review
von Leimbacher-Mario
Burtons Beginne
Ziemlich zum Start seiner Karriere bzw. um überhaupt erstmal ein Fuß in die Tür zu bekommen, lieferte der geniale und einzigartige Tim Burton diesen charmanten Kurzfilm ab, der später auch noch zum gleichnamigen, animierten, ebenfalls empfehlenswerten Langfilm von ihm führen sollte. „Frankenweenie“ erzählt in dieser „Originalversion“ genauso wie im späteren, aufwändigeren „Remake“ von einem Jungen, dessen Hund Sparky tragisch von einem Auto angefahren wird und stirbt. Doch die Sehnsucht nach seinem vierbeinigen Freund (und die Leidenschaft für alte Horrorfilme?!) lässt den Jungen kreativ werden, wodurch er frankensteinartig via einer Menge Strom seinen Hund reanimiert...
Natürlich ist diese frühe Regiearbeit noch etwas rau an den Seiten, natürlich ist noch nicht alles rund und professionell, natürlich machte Burton das später noch perfekter und glanzvoller - und dennoch ist „Frankenweenie“ (Kurz; 1984) ein Muss für alle seine Fans. Egal ob jung oder alt, egal ob Horrorkenner oder nicht, egal ob man den späteren Langfilm mag oder nicht. Diese scheinbar unsterbliche Freundschaft hat Herz, ist ideales Horrorfutter für Kleinere/zukünftige Fans und man erkennt schon hier nahezu alle burton'schen Trademarks. Mit Shelley Duvall gibt’s sogar ein bekanntes, unverkennbares Gesicht, der schwarz-weiße Look war (zum Glück) nicht zu vermeiden und es wird wohl nie mehr eine süßere, naivere und liebevollere Version des Frankenstein-Mythos geben. '84 hatte Burton schon einige Shorties unter seinem Gürtel, was man definitiv merkt. Denn „Frankenweenie“ war/ist eine letzte aggressive Empfehlung, dem Mann mehr Geld und Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Denn er ist wohl einer der wenigen „Fans“, der dann selbst zur Legende wurde. Und auf ewig einer von uns.
Fazit: sehr süß, sehr hübsch, sehr kurz, sehr kreativ, sehr wegweisend, sehr horror-nerdig - und schon vollkommen Tim Burton! Halloween-Zwischensnacks kommen kaum charmanter.