Review

Kurz nach dem Erfolg vom Bewegten Mann kam mit Till Schweiger als Zugpferd dieser nette kleine feine Film als Gangsterballade in die deutschen Kinos, nur um ganz schnell wieder in Vergessenheit zu geraten. Und zwar völlig zu unrecht.

Die Probleme des Films bei der Vermarktung liegen im Nachhinein eigentlich auf der Hand: Til Schweiger ist nur eine Nebenfigur, der ungleich coolere Peter Lohmeyer ist der Protagonist.
Der Film - im Fahrwasser des bewegten Mannes - ist in keinster Weise lustig oder komödiantisch angelegt, eher das Gegenteil: Ernst und tough as german movies can get.

Die Charaktere bleiben immer einem auf Distanz, weil es halt die coolen Typen von nebenan sind, also keine Einsichten ins Seelenleben seiner Figuren.

Bis in die kleinsten Rollen ist der Film superb besetzt und als Gangsterballade einfach nur - zumindest für deutsche Verhältnisse - überragend, wenn schon nicht neue Maßstäbe setzend.

Der Score ist überdurchschnittlich, die Story ist auch richtig gut.

Ob man den Film öfter schauen kann, ist eine andere Sache, und da scheitert er erstmals etwas: Viel öfter kann man den Film glaube ich dann doch nicht schauen, da er dann doch etwas zu ernst ist und irgendwie friesisch (?) herb wirkt.

Dennoch sehr stabile 7 Punkte....

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