Mel Gibson als Ex-Biker, -Alkoholiker und -Knacki, der sich mit seiner entfremdeten Tochter versöhnen muss, die vom mexikanischen Drogenkartell gejagt wird. Launiges Vater/Tochter-Drama in Form eines B-Roadmovies, dem es weder an Brutalitäten noch zynischem Witz mangelt. Man merkt an den übersichtlich-knapp gehaltenen Shootouts und Stunt-Einlagen, dass der Streifen keine 100 Millionen Dollar gekostet hat (und die einzige größere Action-Sequenz leidet unter ziemlich grauseligen Continuity-Fehlern), dafür punktet "Blood Father" mit einer erbarmungswürdig guten Performance von Gibson, dem es sicher nicht schwer gefallen ist, sich in seine Rolle einzufühlen... zu offensichtlich sind die Parallelen zu seinem wahren Leben. Gibsons immer noch in rauen Mengen vorhandenes Charisma und die glaubwürdig geschilderte Beziehung zwischen den Figuren wiegen da letzten Endes aber glücklicherweise schwerer als der sichtlich beschränkte Produktions-Rahmen. Wer auch "Get the Gringo" mochte, liegt hier nicht falsch. Regisseur Jean-François Richet hat nach seinem bereits überraschend brauchbaren "Assault on Precinct 13"-Remake wiederum schnörkelloses Action-Kino gefertigt, das doch erheblich besser geworden ist, als man es eigentlich erwartet hätte. Durchaus empfehlenswert.
7/10