9
Ein sehr schöner Genre-Mix wird hier über 140 Minuten geboten. Kameraführung und Aufnahmen sorgen dafür, dass die Action hervorragend in Szene gesetzt wird und der Zuschauer teilweise atemlos im Sessel sitzt und einfach nicht wegschauen kann. Eindrucksvoll in meinen Augen der Kampf mit dem Tiger, der einfach verdeutlicht, dass man sich in einem wirklich fremden Land befindet und das nicht nur der krieg eine Gefahr darstellt - unglaublich packend. Der Tigerberg besticht durch Action-, Abenteuer- und Comedy in einer Form, die man einfach nicht erwartet und man will eigentlich nur noch mehr. Hark Tsui als Regisseur fordert den Zuschauer auf eine spannende und farbenfrohe Weise. Es ist lange her, dass ich irgendwie einen zweiten Teil herbei wünsche, oder zumindest einen weiteren Film dieser Machart. Daumen hoch.
9
Rasantes Abenteuer Im ersten Moment mögen die Abenteuer-Elemente à la Indiana Jones vielleicht etwas unpassend scheinen, denn eigentlich handelt es sich hier um ein eher ernstes Thema (China im Chaos, nachdem die Japaner nach dem Zweiten Weltkrieg kapituliert haben). Tsui Hark bekommt den Spagat aber sehr gut hin, so dass zwar schon der ein oder andere Lacher vorkommt und einiges bewusst überzeichnet ist, der Film und seine Handlung selbst aber niemals ins Lächerliche abdriften. Action hat es hier eine Menge, teilweise etwas hektisch, dafür aber auch ziemlich bombastisch und mit gewohnt guten Effekten.
8
Zeitlich ist der Film nach Ende des 2. Weltkrieges angesiedelt. Hier will eine kleine Truppe eine gut gesicherte Bergfestung einnehmen, um den dort herrschenden Warlord zu stürzen. Das ganze spielt zusätzlich noch im unwirtlichen Winter, dass diese Mission zusätzlich schwierig gestaltet. Vom Filmstil her ist der Film natürlich anders als hier übliche Actionfilme, weil die Asiaten doch eher andere Arten des Filmens, Schneidens, Spezialeffekte und dergleichen bevorzugen. Zwischendurch empfand ich die Zeitlupen von fliegenden Messern, Pistolenkugeln oder Bewegungen der Akteure etwas gewöhnungsbedürftig, weil ich bisher einen wirklichen Sinn nur in den Matrixfilmen gefunden habe. Ansonsten ist der Film kurzweilig und spannend inszeniert.