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Nicht wirklich guter Martial Arts Film von B – Movie Ikone Robert Tai [ Ninja's Final Duel, Shaolin vs Ninja ], der sich als eine blosse Abfolge von Kämpfen darstellt und nicht mal annähernd bemüht, so was wie eine narrativ entwickelte Geschichte oder gar dramaturgische Intentionen darzubringen. Der Actionanteil ist allerdings dadurch wirklich hoch, dafür reicht die Qualität der Choreographie allerdings nicht mal aus, um den Film auch nur in das Mittelmass zu bringen.

Irgendwo in Thailand. Bei einem getürkten Kampf greift der Gegner von Sonny Lan Se Han [ Robin Shou ] nach seiner eigentlichen Niederlage plötzlich mit einem Schlagring an und verletzt sowohl diesen als auch dessen zur Hilfe eilenden Vater Wai Chai schwer am Bein. Trotzdem wird der Kampf zu seinem Gunsten entschieden – es sind eigentlich Schiedsrichter und auch Zuschauer anwesend, aber wer weiss – und Wai Chai verliert seine Trainingsschule, die prompt von Kent [ Joe Lewis ] annektiert wird. Da sowieso die Schüler zum Sieger abgewandert sind, suchen sich Wai Chai, seine Tochter Linda [ Angela Tsui ] und der adoptierte Sonny eine neue Bleibe und Arbeitsplatz, eine Autowerkstatt. Seitdem laufen aber die Wetten nicht mehr, die Klientel verliert ganz einfach das Interesse, da eh nur die Männer Kent’s gewinnen.
Also muss Sonny dazu überredet werden, noch mal anzutreten.

Dazu schickt man ihm zur Provokation Schlägertypen in die Werkstatt, entführt Familienmitglieder oder lockt mit einem neuen Trainingscamp, zum Schluss scheint er sogar von sich aus wegen einer Revanche anzutreten, beim ersten Mal zumindest. Die Prozedur findet nämlich mehrmals statt, das Drehbuch variiert später seinen arg begrenzten Handlungsstrang also noch mal um eine winzige Nuance.
Da das alleine weder für einen Spannungslevel noch 90min Laufzeit ausreicht, taucht mit Onkel Tang Chuan [ Mark Lung ] noch ein alter Kriegsfreund von Wai Chai auf, der später im Film auch noch Ärger mit jemand nicht weiter erläuterndem aus der Vergangenheit bekommt und von seiner Seite aus für die restliche Action sorgt.
Ausserdem datet Linda einige Male den Gwailo Bikin [ Steve Tartalia, damaliger Gewinner im Chris Isaak lookalike Contest ], der ihr vor einem Kampf Sonny’s eine vergiftete Pulvermixtur für den überreicht und sich später als dessen Gegner herausstellt.
Beide Storyerweiterungen werden gar nicht weiter verfolgt oder näher erläutert, auch verlässt das Gift auf wundersame Weise Sonny’s Körper, nachdem dieser sich an einen weisen Spruch erinnert und so den Titel zurückholt. Dafür bekommt der längst erwachsene Bikin dann Hausarrest von Kent, zumindest einige Lacher gibt’s im Film.

Der titelgebende Death Cage findet erst ganz am Schluss seine Verwendung; nach innen aufgespickte Bambusstäbe verringern die Bewegungsfreiheit und sorgen beim Näherkommen für unangenehme Verletzungen bis hin zum Tod. Hier springt auch endlich mal Joe Lewis aus seiner Chargenrolle und in den Ring, wobei er allerdings die ausladenden Handbewegungen nicht wirklich sein lässt. Der Showdown ist auch nur durch die Verwendung von Blut und dem Käfig selber einen Tick interessanter als die vorherigen Kämpfe; fehlendes Wirework lässt die Aktionen zumindest bodenständig aussehen, aber mangelnde Akzentuierung und kein Hauch von Effect Shots nehmen bei der Unzahl an Action jegliche Wirksamkeit und damit auch das Interesse sehr vorzeitig weg. Ausserdem geht zumeist die Kostümierung so gar nicht, halber Leopardenanzug wie bei den Feuersteins sieht ebenso beschränkt aus wie die gelbe Biene, die Bikin zum Schluss ihr Fell beraubt hat. Übrigbleiben tun da eigentlich nur die Trainingsszenen in der Werkstatt, wo an Schraubstock, Autoverkleidung und Rollbrett geübt wird, und die sich überraschenderweise am Gelungensten herausstellen; der sehr kurze Rückblick der Kriegsepisode geht auch noch soweit.

Das grösste Problem – ausser dass der Film objektiv schon nicht gut ist - , liegt also darin, dass die Action nicht viel rettet und der Trashappeal zu gering ist. Lewis gibt sich mit seiner Darstellung alle Mühe, ist aber zu wenig im Bild. Shou ist genauso uncharismatisch wie in allen seinen Rollen und für den Film auch viel zu ernst, die paar anderen Klöpse reissen nichts. Man kann es sich ansehen, aber man sollte schon einigen Nerv mitbringen.

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