Review

Nachdem " Bloodfist II " in Deutschland überhaupt nicht veröffentlicht wurde, startete mit " Ring of Fire " eine ähnliche B-Actionreihe, welche mit " Lion Strike " 1994 ihren krönenden Abschluss bekam. Nur hier hat sich Regisseur Richard Munchkin gandenlos verzockt. Er verzapfte auch das Romeo und Julia artige Drehbuch und liefert mit seiner zweiten Regiearbeit einen sehr schwachen B-Actioner ab. Die Produzenten Joseph Merhi und Richard Pepin produzierten das Ganze, gerade bei ihrer Unterstützung hätte der Film viel mehr Pepp verdient. Aber mit dem zweiten Teil der Reihe, machte es Munchkin wesentlich besser. Don Wilson ist hier in seiner dritten Hauptrolle zu sehen und mit diesem eher unterdurchschnittlichen Klopper, machte er sich für PM Entertainment interessant. Für uns Actionfans ist dieser Film nicht gerade die richtige Wahl, aber Teil zwei und vor allem " Lion Strike " sind sehr empfehlenswert.
Story:
Es herrscht ein Strassenkrieg zwischen den amerikanischen und vietnamesischen Jugendlichen. Sie veranstalten um sich zu messen, brutale Kämpfe, welche zudem illegal sind. Dr. Johnny Wu (Don Wilson) versucht seinen Bruder Terry von der Strasse fernzuhalten. Dabei verliebt er sich in die hübsche Julie (Maria Ford), doch die ist schon Brad (Dale Jacoby) versprochen, ein guter Kumpel von ihrem Bruder Chuck (Vince Murducco). Doch die Beiden lernen sich trotzdem näher kennen, bis Terry von Chuck in einem brutalen Kampf getötet wird. Nun beginnt auch Johnny rot zu sehen und tritt gegen Chuck und Brad an. Die Liebe zwischen Julie und Johnny wird auf eine harte Probe gestellt.

Man könnte fast meinen, wann wäre hier in einer lauen " Romeo und Julia " Version gelandet. Richtig ärgerlich finde ich jedoch, dass Don Wilson erst in den letzten zehn Minuten die Fäuste fliegen lässt. Vorher hat er keinen einzigen Fight zu bestehen, sondern ist nur daran interessiert Julie anzubaggern. Der Hauptteil des Films wird mit dieser unnötig in die Länge gezogenen Romanze total verschwendet, daher wirkt das Ganze nach recht flottem Anfang nur noch langweilig. Massenhaft schnulzige Dialoge, dämliche Phrasen und die Einführung von ewig vielen Charakteren stellen den Zuschauer auf die Probe. Da hilft es dann auch nicht mehr viel, dass die gegebenen Fights durchaus gut choreographiert sind. In den ersten zehn Minuten gibt es drei ordentliche Fights, bevor der Film absackt. Daneben gibt es im Film verteilt noch einige kleinere Reibereien und eine nett anzusehende Strassenprügelei, dass war es auch schon. Keine PM üblichen Schießereien, oder Verfolgungsjagden, nicht mal eine Explosion. Man konzentriert sich steif und fest auf die Romanze und nebenbei etwas auf den Bandekrieg. Spannung kommt dabei Keine auf und der Zuschauer findet " Ring of Fire " bald öde. Obendrauf versucht Munchkin hier noch Johnny wie einen Moralapostel darzustellen, doch das macht alles nur noch schlimmer. Eigentlich ist Johnny Schuld am Tod seines Bruders, wie kann man nur so einen dämlichen Vorschlag machen (Endkampf in der Thaivariante mit Harz und Glasscherben). Ansonsten gibt es kaum Schauwerte, die Kulisse kann nur wenige schöne Bilder bieten, hat aber einen sehr exotischen Touch. Der Score stellt die passende Untermalung dar.
Don Wilson hinterlässt hier nicht gerade einen guten Eindruck. Aber für eine derartige Romanze ist er auch nicht geboren. Sein Schauspiel ist eher steif und er verkauft sich hier absolut unter Wert. Eine Frechheit mit Don Werbung zu machen und ihm dann nur einen Fight zu spendieren, der immerhin gut geworden ist. Genau das Selbe ist hier mit Gary Daniels passiert, der hier ständig die Fresse poliert bekommt. Gary kann wesentlich mehr als ein paar alberne Kicks und Moves. Schade um sein Talent. Nur die hübsche Maria Ford agiert wirklich niedlich und macht hier den besten Job. Insgesamt gesehen sind die Darsteller zumindest passabel.

Fazit:
Ein mehr schlecht als rechter Beitrag mit " The Dragon ". Don ist hierfür eine Fehlbesetzung, zudem darf er nur einmal ran. Auch sonst ist Actionarmut angesagt. Die Fights sind zwar ordentlich choreographiert, aber in viel zu geringer Menge vorhanden. Langeweile ist ziemlich schnell angesagt. Die ausgedehnte Romanze spielt hier leider die Hauptrolle und nervt ungemein. Hier hätte man einen guten Actioner basteln können, doch Munchkin hat schlichtweg Scheisse gebaut. Don und Munchkin können es wesentlich besser, also lieber Teil zwei oder drei anschauen und den hier wieder vergessen.

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