Review

Making Off (2012)
Cedric Dupuis, ein ehrgeiziger größenwahnsinniger Regisseur, beschließt, den größten Horrorfilm aller Zeiten zu drehen. Härter und verstörender als der Serbe und alle Terror filme zusammen….

Regisseur „Cédric Dupuis“ sein Filmdebüt kann man, entweder als Nachzügler der französischen „Terrorwelle“ bezeichnen oder als Versuch ähnlich harten Stoff auf die Leinwand zu schmeißen. Bei Genre Fans schon im Vorfeld heiß ersehnt und auch gelobt war das Ergebnis dann vielleicht doch eher anders als erwartet, denn wenn man im Vorfeld mit Werbetricks wie „Härter als A Serbien Film“ angestachelt wird (der nie wirklich hart war), sollte man auch das bekommen dürfen, dem dann aber dann doch nicht so war…

Die Umsetzung: Die Story ist von der Idee nicht schlecht. Typ hat kein Bock mehr auf gewöhnliche Arbeit und beschließt den besten und brutalsten Horror Film zu drehen, er sieht sich als grandioser Regisseur doch sein Freundes und Verwandtenkreis sieht das anders und nimmt ihn nicht ganz ernst, sodass auch schon die nächste Idee in den Raum fliegt, in dem man ein authentisches Making Off dreht und so darf ab jetzt ordentlich los gefoltert und gesplattert werden… Also gar nicht mal schlecht von der Drehstil Idee. Auch das Found Footage Gewackel hält sich in Grenzen. Das Bild ist sauber, hell und der gesamte Look ist gelungen. Doch nun zur spannenden Frage ist „Making Off“ wirklich härter als „A Serbian Film“ (der meines Erachtens nicht wirklich hart ist). Schonkost ist „Making Off“ gewiss nicht, denn der Streifen bietet schon die ein oder andere gute Gore und Splatter Szene. Bohrmaschine, Trennschleifer, Bandschleifer, Säge, Hammer, Schraubzwingen usw. kommen schon zum Einsatz, doch sind viele Szenen auch im off und nie wirklich explizit, was die Gore und Sex Szenen angeht. Auch schwebt im Film ein erkennbarer Komödien Anteil mit, sodass man das Gesehene nicht wirklich ernst nehmen kann. Großer Mangel sind die Effekte und die kreative Umsetzung. Da hätte denke ich ein Ittenbach Besseres hinbekommen. Doch mit den Mitteln, die zur Verfügung standen, ist das Gesamtergebnis schon korrekt und interessant. Provozieren wollte der Streifen und das hat er auch geschafft, sodass man ihn als verstörend und kontrovers bezeichnen kann. - So und will man nun ein Vergleich: Weniger blutig als Braindead, Inside, Guinea Pig und Co. Und vom verstörenden Grad her etwa gleich wie A Serbian Film (aber nicht so ernst halt)
Zusammengefast ist die Umsetzung schon gelungen aber mit ein paar schwächen.

Schauspielerisch kann „Making Off“ richtig punkten. Alle Darsteller machten eine gute Figur und waren für solch einen Film besser als gedacht. Volle Punktzahl hierfür.

Subjektiv fand ich „Making Off“ so la la… Einerseits interessant andererseits dann doch eher als durchschnittlich. Schwierig, aber im Groben und großzügig dann doch irgendwie unterhaltsam. Bei den Franzosen ist es halt der eigene unverkennbare Stil, der dann zum Schluss überzeugen kann.

Fazit:
Ziemlich harter Franzose, dem man mehr im Torture Porn als im Terrorwelle Genre zuordnen kann. Sieht man über ein paar Mängel hinweg, könnte der Freund von verstörenden und kontroversen Filmen auf seine Kosten kommen.

Bewertung:
6,5 / 10 Punkte.

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