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"Doma Tau Omega" - so heißt eine Studentenverbindung an der Drake University, die alles andere als ein harmloser Partyverein ist: Ihre Mitglieder sehen zwar jung und sexy aus, sind aber allesamt älter als 100 Jahre. Und um weiterhin so taufrisch zu bleiben, müssen sie von Zeit zu Zeit Menschen opfern. Ein Student ist ihnen auf dem Campus bereits zum Opfer gefallen, und der junge Verbindungsgegner Chris soll der Nächste sein. Die attraktive Megan muss ihn in eine Falle locken.

Verdammte Sammelleidenschft aber auch, zumindest die ersten vier Teile aus DeCoteaus schwuchteliger Pseudohorrorserie (will niemand beleidigen, aber wer mal reingeschaut hat weiß was ich meine) hab ich überstanden. Erneut läßt er die Jungs in Unterhosen aus ihrem Käfig, um ein uninteressantes Laienspiel aufzuführen, sich gegenseitig Blut vom Köper abschlabbern lassen und alibimäßig auch ein Mädel in Unterwäsche zu belichten. 
Die heutigen Vampire, wie zumindest der Film behauptet, sind dabei allesamt Daywalkers, haben keine langen Eckzähne mehr und stillen ihren Blutdurst durch einen kleinen Piekser einer Nadel, der maximal ein oder zwei Tropfen hervorbringen würde. Brotherhood behauptet zwar, das es sich nicht um Vampire handele, sondern "irgendwas anderes", dennoch ist die Parallele mehr als augenscheinlich. Als Darsteller wurde ein paar Collegejungs engagiert, die sich höchstwahrscheinlich noch nicht mal rasieren müssen und die Bedrohlichkeit eines Maulwurfs ausstrahlen, hauptsache die Calvin Kleins sitzen paßgenau
Gespielt wird das ganze wieder ohne jegliches Budget, sprich der Film enthält genau nichts was mehr als 20 Dollar gekostet haben könnte, Sets und Kulissen gibt es nicht und auch die Jungmimen dürften mit einem kleinstmöglichen Gehaltsscheck ausgekommen sein. Die Handlung ist auch billigst proportioniert. Vier Typen suchen Neumitglied für ihren privaten Höllenzirkel, damit ihr Boss programmgemäß in einen neuen Körper schlüpfen kann. Allerdings wird dies dermaßen langatmig und dialogbetont dargebracht das akute Einschlafgefahr besteht. DeCoteau hat von Spannungsbögen eh keine Ahnung, was er auch hier wieder beweist.
Erfreulich ist lediglich die kurze Laufzeit, denn sonst paßt einfach nichts zusammen. Mich würde nur mal interessieren, wie die beiden Helden ihren Fünffach-Mord im Showdown den Cops erklären, als verwertbare Beweise gibts ja nur die Fotos. Hart ist dieses Muster an Erignislosigkeit auch nicht, mehr als ein wenig Blut gibts nicht. Filmisch gibt es wirklich keinen Grund sich irgendeinen der Brotherhood Streifen anzuschauen, deswegen wundert es mich wirklich das die Filme bei einigen Sendern ständig in der Nachtschleife ausgestrahlt werden. Ganz klar Daumen runter.
2/10

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