Jack Marshall ist schon ein geschlagenes Kind. Nicht nur, dass seine Eltern bei einem Brand ums Leben gekommen sind, er trug auch noch schwere Brandverletzungen im Gesicht und am restlichen Körper davon und so war er an seiner Schule der Buhmann. Irgendwann eskalierte die Situation und seine Mitschüler ertränken ihn in einem nahen Bach. 10 Jahre ziehen ins Land und die Schüler von damals treffen sich wieder. Schlechte Idee, denn der Buhmann von einst ist nun der Bagman, der einen nach dem anderen ermordet. Allerdings: Ist der Killer wirklich Jack Marshall? Ist er wirklich tot?
Lebt denn der alte Marshalljack noch, Marshalljack noch, Marshalljack noch? Diese Randfichtenfrage müssen sich eine Gruppe von Schülern stellen, die wohl aus Langeweile im Intro vor zehn Jahren den entstellten und behinderten Jack mal eben im Bach ersoffen haben, was im Intro ausgiebig zelebriert wird. Hier ist aber schon der erste Lachmoment von vielen. Um jemanden in dem fußnagelhohen Rinnsal zu ersäufen müßte man ihm schon vorher die Nase brechen, sonst funktioniert das net.
Das ist allerdings nur der Aufgalopp für den Talentwettbewerb "talentlosester Film des Jahres 2002". Ich kenn das Ergebnis nicht, aber Bagman war mit Sicherheit mindestens auf dem Treppchen. Was hier mit einer hingerotzten gut gewollt schlecht gemacht Attitüde auf Film festgehalten wurde ist nur mit anderthalb zugedrückten Augen als professionelles Werk zu bezeichnen. Die Story war wohl mal als Slasher mit Whodunit Mystery geplant, aber das Ergebnis ist einfach nur hochnotpeinlich.
Ich hab mir ja wirklich vorgenommen die Note 1 wirklich nur bei den unterirdischen Gurken zu vergeben (denn einer ist immer noch schlechter du), aber hier ist wirklich ein Güllebad dem Filmgenuß vorzuziehen. Furchtbare Darsteller, ein lächerlicher Killer mit Kissenbezugmaske, die lausigste Synchro seit Deep inside Marylin, schlechte Tricks, aber vor allem Null Spannung und Talent hinter und vor der Kamera. Doomsdayvill, Indiana, du trägst deinen Namen zurecht. Von Spannung oder gar Atmosphäre hat ohnehin keiner einen Plan, da werden lieber völlig unwichtige Szenen, wie mit der Nachbarin, eingespielt oder Einstellungen unnötig verlängert, was den sowieso bereits vorhandenen Gähnreflex noch weiter anheizt.
Wenns denn jetzt wenigstens noch amüsanter Trash wäre, ließe sich das noch irgendwie verschmerzen, aber hier hat einfach niemand wirklich Ahnung von seinem Job. Was soll ich dem Gärtner zuschauen, wenn dieser die Rosen mit dem Löffel schneiden will. Zum Glück dauert der Spaß kaum 80 Minuten und auch die anschließende Schockstarre geht irgendwann vorbei.
1/10