Niemals hat eine Dramaserie so eindringlich gezeigt, wie zerstörerisch die Auswirkungen einer Affäre sein können.
Das Spiel der Schauspieler ist eindringlich. Das Storykonzept ist vielschichtig. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven (Zwei Perspektiven pro sechzigminütiger Folge) erfordern bisweilen Konzentration. Spannendes wird aufgebaut, so dass man immer wieder weiterschauen muss. Es ist keine schnelle Nummer, die man sich nebenbei reinpfeifen kann. Das Potential, das dieses Drama in sich trägt, ist auch nicht unbedingt als mainstreamig zu sehen. Rosarote Färbungen und Zuckerguss gibt es sicherlich in anderen Serien - hier nicht!
THE AFFAIR ist alles, nur kein unbeschwertes Vergnügen.
Und so mancher inhaltlicher Brocken bleibt einem quer im Halse stecken. Dies ist eine Warnung an alle, die es gerne weich gespült und oberflächlich haben wollen. Die vier Staffeln tun mitunter richtig weh, und der düstere Touch ist nicht jederfraus/jedermanns Sache.
Einen Punkt Abzug zur Bestnote, weil man gewisse Erzähstränge, die nicht zu Ende erzählt waren, einfach hat fallen lassen. Nun es bleibt die Hoffnung, dass manches bisher Abgebrochene in einer weiteren Staffel fortgeführt wird.
Trotzdem: klare Empfehlung meinerseits!