Review

Antonio Banders kämpft gegen Lucy Liu und um seinen Sohn.

Story:
Jonathan Ecks (Antonio Banderas) hat sich dem Alkohol zugewandt, nachdem er mitansehen musste, wie seine Freundin bei einer Explosion um's Leben kam. So glaubt er zumindest. Bis ihm ein Vorgesetzter verrät, dass sie noch am Leben ist. Dafür soll Ecks bei einem Fall aushelfen. Er soll die Killerin Sever (Lucy Liu) schnappen, die den Sohn eines anderen FBI-Agenten gekidnappt hat. Wie sich schon bald herausstellt, tat sie das allerdings nicht ohne Grund...

"Ballistic" bietet alles, um den Actionfan zufrieden zu stellen: Reichlich Geballer und Explosionen, coole Sprüche und einige Martial Arts-Kämpfe von Lucy Liu. Unverständlicherweise erhielt der Film in dieser Fassung ein R-Rating, obwohl die Gewalt nie wirklich explizit dargestellt wird und man blutige Einschüsse ebenso vermisst.

Entschädigt wird man dadurch aber mit einer flotten - wenn auch etwas einfallslosen - Story, die schnell zu Potte kommt und sich nicht lange mit Charaktereinführung und unnötigem Bla Bla aufhält. Gleich zu Beginn geht's in die Vollen und auch im weiteren Verlauf wird nur selten mal der Fuß vom Gaspedal genommen.

Einzig die Präsentation der Action stört ein wenig. Es befindet sich prinzipiell zwar alles im grünen Bereich, aber was man zu sehen bekommt ist - ordentlich inszenierter - Standard, nicht mehr und nicht weniger. Ein paar mehr abgefahrene Stunts und sonstige verrückte Einfälle wären da schon durchaus wünschenswert gewesen. Neben vielen handgemachten Effekten kommen auch ein paar Computertricks zum Einsatz, die sich aber ganz gut ins Gesamtbild einfügen und nicht weiter stören. Schade nur, dass die ganzen Schießereien völlig ohne Blut auskommen. Das nimmt ihnen doch etwas von ihrer Glaubwürdigkeit.

Übertrieben hat man's aber ganz eindeutig bei Lucy Liu's Charakter. Den ganzen Film über räumt sie im Alleingang auf, ohne auch nur einen Kratzer abzukriegen. Das hätte man vielleicht etwas realistischer machen können. Anders dagegen Antonio Banderas, dessen Rolle ein wenig an Bruce Willis' Kultcharakter John McClaine aus "Stirb Langsam" erinnert. Der Soundtrack bietet eine etwas unausgewogene Mischung aus Rock- und Dancestücken und überzeugt nicht immer. An manchen Stellen kommt die Musik gut, an anderen dagegen passen die Szenen überhaupt nicht zur akutischen Untermalung.

Fazit: Ein mehr als unterhaltsames B-Movie mit leichten Schwächen, über die man aber hinwegsehen kann. Kurz und knackig erzählt, reiht sich hier Actionszene an Actionszene. So muss das sein!

8 von 10 Punkten

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