Zwei Geheimagenten, von jeweils unterschiedlichen Spezialeinheiten ausgebildet, werden in einen mörderischen Kampf gegeneinander getrieben. Agent Ecks, ein stahläugiger und erbittert kämpfender Ex-FBI-Menschenjäger wird durch Erpressung in einen Kampf gegen eine nicht zu stoppende Attentäterin, Sever, die von Geburt an auf Töten programmiert wurde, getrieben. Angst um ihre Familie ist dabei der Köder, mit dem das FBI sie dazu bringt, sich gegenseitig vernichten zu wollen. Als Bauernopfer derselben korrupten Behörde gehen sie mit allen Arten von Hi-Tech-Waffen und asiatischen Kampfkünsten aufeinander los. Dabei hinterlassen sie eine Spur von Tod und Inferno.
Eigentlich mag ich Actionfilme gerne, in denen sich zwei unkaputtbare Killermaschinen beharken und mit allen Kalibern rumballern bis der Lauf glüht. Nur irgendwie ließ mich Ballistic völlig kalt. Das liegt einerseits am Drehbuch, das lediglich ein notwendiges Übel zu sein schien, um die zahlreichen Actionsequenzen miteinander zu verbinden. Aber auch mit den Protagonisten will man nicht so recht warm werden. Da kann Antonio Banderas so ungepflegt rumlaufen wie er will, der tragische Tod seiner Frau reißt da auch nichts raus, zumal sie ätschbätsch ja sogar noch lebt. Auch Lucy Liu bleibt kalt, besiegen kann sie eh keiner und sogar ganze Spezialeinheiten mäht sie mühelos nieder. Ein wirksamer Bösewicht fehlt hier einfach an allen Ecken und Enden, so richtig mitfiebern kann man gar nicht.
In Sachen Action ließ man sich dafür nicht lumpen. Geballert wird ständig, wilden Autoverfolgungen und auch Krachwumm Explosionen,alles wird geboten. Aber auch leider ziemlich seelenlos präsentiert. Banderas hat zudem auch keine wirklich gute Figur gefunden, mit Martial Arts hat der Gute offensichtlich wenig am Hut, was den Kampf mit Sever ziemlich abstinken läßt. Angeblich soll der Streifen ja ein Budget von satten 70 Mios gehabt haben, ansehen tut man ihm das aber nicht unbedingt. Lediglich ein paar nette Kameraaktionen, wie dem Fall vom Dach, lockern den ganzen Kram gelegentlich mal auf.
Außer der Action ist der Film ansonsten wirklich keinen Schuß Pulver wert. Die Dialoge sind peinlich, die Helden am Rande der Unbesiegbarkeit und auch die namhaften Darsteller reißen nichts mehr raus. Man hätte aber auch einfach jemand für den Regiestuhl nehmen sollen, der nicht nur Erfahrung mit Werbespots hat. So bleibt ein fades Produkt über, mit dem sich keiner der Beteiligten einen wirklichen Gefallen getan hat.
3/10