Wow!!! Was für ein geiler Trailer!!! Und noch mal Wow!!! Was für ein Drecksfilm!!!
Ich würde mich durchaus als Fan auch anspruchsloser Actionkost bezeichnen, ich mag Seagal- und van Damme-Filme, und auch Dolph Lundgren-Vehikel schaue ich mir gerne an. Und trotzdem ist BALLISTIC eine einzige Enttäuschung, denn es bietet eine fast einzigartige Kombination aus vollkommen uninteressanter Geschichte, langweiliger Inszenierung, grauenhaften Actionszenen, mäßigen darstellerischen Darbietungen und einer dahinplätschernden Musik.
Antonio Banderas war ja noch nie ein toller Schauspieler, in manchen Filmen wirkte er aber recht überzeugend (Desperado, Assassins). Hier spielt er vollkommen kraft- und lustlos den Ex-FBI-Agenten Ecks und wird von seiner vermeintlichen Nemesis Lucy Liu glatt an die Wand gespielt. Zwar bietet auch Liu nicht gerade schauspielerische Höchstleistungen, aber sie vermittelt zumindest eine gewisse Präsenz, die sie zum Highlight dieses traurigen Filmes werden lässt.
Aber das Hauptaugenmerk bei einem Actionfilm sollte natürlich auf der Action liegen, und so gibt es auch ne ganze Menge davon im Film. Leider ist sie wirklich schlecht inszeniert, der Schnitt stimmt nicht, die Bewegungen der Charakter sind lahm, die Explosionen wirken billig, der Hammer sind aber die absolut jämmerlichen Martial Arts-Szenen, die wie aus einem schlechten Don"The Dragon"Wilson-Film entlehnt scheinen. Die ganze Action kickt überhaupt nicht, was auch an ungünstigen Einstellungen liegt, einzig einige Einschusseffekte an den Autos sehen nett aus. Ein schönes Beispiel für das völlige Versagen der Action bietet die Auto-Verfolgungsjagd, die derart lahmarschig gefilmt und montiert ist, und mit derart überflüssigen Carstunts versehen ist, das man sich schon fragt, ob der Regisseur den fertigen Film noch mal begutachtet hat. Blut gibt’s natürlich auch kein dank PG-13-Rating, und so sieht man auch keine Trefferwirkung an Menschen. Irgendjemand schießt also und ein anderer fällt motivationslos um. Dolle Action.
Der Einsatz von Stilmitteln im Film zeugt von völligem Unvermögen des thailändischen Regisseurs im Umgang mit diesen, nur selten wirken z.B.Zeitlupen cool und nicht lächerlich.
Vollkommen fassungslos war ich, nachdem ich gelesen hatte, dass dieses Meisterwerk 70 Millionen US$ gekostet haben soll, wo ist das Geld denn geblieben?
Als Fazit kann ich nur ziehen: Nicht vom Trailer blenden lassen und ja keinen Blindkauf tätigen, selbst das Ausleihen lohnt sich eher nicht.