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Es gab in den letzten Jahren wohl nicht viele Blockbuster, die so in Grund und Boden geschrieben wurden wie „Ballistic“. Dass der Film dabei bei weitem nicht so schlecht ist wie es immer heißt, beweist einmal mehr, das es am besten ist sich ein eigenes Bild zu machen.

Natürlich ist die Story absolut belanglos und besteht aus mehr Löchern als so mancher Käse der Eidgenossen. Aber wen stört das, wenn man tolle Action in durchgestylter Optik sieht, und zu dem mit Lucy Liu eine nicht nur coole, sondern auch wunderschöne Hauptdarstellerin zu sehen bekommt.
Die Action ist durchweg auf hohem technischem Niveau gedreht und überzeugt durch eine ausgewogene Mischung aus gewaltigen Explosionen, Shoot-Outs und Martial Arts Fights.
Insbesondere die Kampfkünste von Lucy Liu können dabei voll überzeugen. Banderas als Agent Ecks, der zunächst Jagd auf Agent Server, alias Lucy Liu, macht und sich später mit ihr verbündet um einen gemeinsamen Feind zu vernichten, spielt den abgehalfterten Ex FBI-Mann sicherlich nicht wirklich überzeugend, aber das fällt nicht weiter ins Gewicht.

Die anderen Darsteller sind, mal abgesehen von Ray Park, der sich einen tollen Endkampf mit Lucy Liu liefert, eher schwach besetzt. Dazu gehören auch Aidan Drummond, der sich nach "Payback" schon wieder von Lucy fertig machen lassen darf und Talisa Soto, die als Banderas Ehefrau eine mehr als schwache Vorstellung liefert.

Das Hauptaugenmerk legte Regie-Neuling Kaos (der seinem Namen alle Ehre macht) bei "Ballistic" ganz eindeutig auf die Optik und die Action. Optisch wirkt der Film perfekt durchgestylt. Viele Zeitlupenszenen, die manchmal mehr manchmal weniger passend eingesetzt werden. Ausgefallene Kameraperspektiven, insbesondere die mit dem vom Dach fallenden Polizisten hat man so wohl noch nicht gesehen, und eine kühle Optik der Darsteller und Locations sorgen für eine ansprechende Atmosphäre und lassen keinerlei Langeweile aufkommen. Und wenn zum ende dann mehrere Züge und Anhänger in die Luft gejagt werden weiß man auch wo die 70 Millionen Dollar Budget geblieben sind.

Negativ, neben den erwähnten Darstellern und der nicht vorhanden Story fallen einzig einige etwas seltsam geschnittene Szenen auf, die man so von einem erfahreneren Regisseur wohl nicht gesehen hätte. Auch der Einsatz vieler Totalen sorgt zwar für jede Menge Überblick, nimmt aber viel Dynamik aus dem Film.

Trotzdem ist "Ballistic" ein Tipp für jeden, der auf Nonstop Action und optische Leckerbissen steht. Das man aber dabei sein Gehirn besser abschalten sollte, ist schade aber zu verschmerzen. Denn für einigen Spaß insbesondere in geselliger Runde ist "Ballistic" auf jeden Fall mehr als gut geeignet.

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