Nach vielen schlechten Kritiken habe ich "Ballistic" nun gesehen,und ich muss sagen,so schlecht wie man den Film gern hätte,ist er sicherlich nicht.
Story?Nun ja, der ehemalige FBI-Agent Jeremiah Ecks (Antonio Banderas) ist ein herunter gekommenes Wrack,seit seine Frau gestorben ist.Sein früherer Vorgesetzter will ihn nun für einen Fall rekrutieren,während er ihm im Gegenzug Informationen über seine doch nicht ganz so tote Frau liefert.Ecks willigt ein:er soll Agentin Sever aufspüren,da diese den Sohn von Howard Gant entfürht hat.Die Story ist natürlich nicht so das gelbe vom Ei,aber ist das in einem No-Brainer wie Ballistic wirklich nötig?Nein.
Die Darsteller fallen eher durchwachsen aus,Antonio Banderas schneidet da als abgehalfterter FBI-Agent noch am besten ab.Klar,in seiner Erscheinungsform erinnert er stark an Bruce Wiilis,aber heisst das gleich,dass seine Leistung schlecht ist.Lucy Liu verzieht natürlich keine Mine,sieht dafür aber verdammt gut aus und glänzt mit ein paar schönen Martial Arts-Einlagen.Der Rest ist auf Durchschnittsniveau.
Die Action ist dagegen wirklich schick in Szene gesetzt,jedoch sollte man nicht auf gute Shoot Outs hoffen,eher auf beeindruckende Stunts und krachende Explosionen.Dazu ist das ganze stylisch und mit viel Zeitlupe gefilmt,sodass Ballistic zumindest optisch ein absoluter Leckerbissen ist.
Was viele dem Film wohl übel genommen haben ist,dass er versucht den Charakteren so etwas wie tiefe zu geben,was angesichts solcher Darsteller wie Lucy Liu natürlich gründlich in die Hose geht.Wenn man allerdings darüber hinwegsieht,kann man mit "Ecks vs. Sever" trotzdem seinen Spass haben.