Story:
Asakura ist ein gestresst und dadurch von immer wiederkehrenden Kopfschmerzen geplagter Vetreter, der weder eine glückliche Vergangenheit, noch eine verheißungsvolle Gegenwart besitzt. Als er noch ein Kind war begannen beide Elternteile Selbstmord und er musste zu seiner hysterischen Tante.
Gegenwart: Es ist punkt 13 Uhr, Asakura sitzt wie jeden Tag in seinem Auto an einer Ampel vor der Bank und wartet darauf, dass die hübsche, leicht tollpatschige Frau auftaucht, die er an jedem Tag zur selben Zeit in die Mittagspause gehen sieht. Und da ist sie, die Ampel schaltet auf grün, er blickt ihr in die Augen. Als er losfahren will, werden die Türen seines Wagens aufgerissen und drei mit Skimasken vermummte Männer springen herein. Sie haben gerade eine Bank überfallen, doch ihr Fahrer ist alleine mit dem Geld in einem anderen Auto abgehauen, dass nun Asakura verfolgen soll. Doch der absolut akurate Asakura hält sich immer an die Verkehrsregeln und Geschwindigkeitslimits, auch wenn er mit einer Waffe bedroht wird. Es dauert nicht lange und der Fluchtwagen ist samt Geld und Fahrer verschwunden. Als sie sich zum Planen weiterer Vorgänge in ein Restaurant setzen, taucht plötzlich ein weiterer Gauner auf, der vom Überfall weiß und die Bande erpressen will. Aber durch ein Missgeschick Asakuras nehmen die Dinge endgültig ihren schicksalhaften Lauf –und er ist wohl oder übel mit von der Partie.
Kritik:
Die Story ist also schnell erzählt und ist eigentlich nichts neues. Denkt man. Doch hinter dem Film steckt Meisterregisseur SABU und dieser weiß, wie man den Film anders als alle anderen macht.
Spoiler:
So steigen nach und nach die am Überfall beteiligten Männer aus, bis Asakura alleine zurückbleibt und von dem Fahrer des Fluchtwagens angerufen und um Hilfe gebeten wird. Denn dieser steckt auf einem abgelegenen Feld mit einem am Arm in einem Erdloch fest, in das sein Autoschlüssel für den in der Nähe geparkten roten Sportwagen gefallen ist.
Wie wird Asakura reagieren und was ist SEINE Bestimmung?
SABU hat seine eigene Vorstellung von Moral. Die einzelnen Persönlichkeiten und deren Bestimmung stehen im Vordergrund. Schicksal und Bestimmung spielen in Drive eine große Rolle. Die gesamte Handlung des Films spielt sich übrigens an einem Tag ab.
Etwas verwirrend und überflüssig fand ich Spoiler:
die Traumszenen von dem feststeckenden Fahrer und Asakuras Kampf gegen den "Samurai-Geist". Hatte eigentlich nicht wirklich was mit der Story zu tun, die den Film, der aufgrund des Plots nicht ganz so bildgewaltig wie andere Werke daherkommt, wegen ihrer Wendungen sehenswert macht - für Japan- und Asiafilmfans versteht sich.
SABU wurde 1964 geboren und arbeitete zunächst als Musiker und Schauspieler. Bereits mit seinem Regiedebüt D.A.N.G.A.N. Runner gewann er internationale Anerkennung und seitdem gehören seine Filme überall zu Festivalhighlights.
Shinichi Tsutsumi füllt die Rolle des Asakura ausgzeichnet aus. Aber auch die andere, teils aus anderen SABU-Filmen bekannten Gesichter sind wieder gut anzusehen (nur die Tante fand ich etwas zu übertrieben dargestellt und aufgebracht).
Film: 8/10