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Drei Bankräuber sind übers Ohr gehauen worden. Ihr Kollege hat sich mit der Beute aus dem Staub gemacht und nun kidnappen sie den nächsbesten Fahrer für die Verfolgung. Dummerweise ist das Asakura. Der dauergestresste und überpenible Salaryman leidet unter permanenten Kopfschmerzen und hält sich auch mit einem Messer am Hals an jede einzelne Verkehrsregel. 

Was als eine der langsamsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte beginnt, entwickelt sich bald zu einer Odyssee durch die Nacht. Dabei wird einer der Räuber unversehens Mitglied der Punkband „The Fuck Star“, ein anderer wird von einem Baseballclub rekrutiert, während der ausgebüxte Gangster in der Zwischenzeit mit dem Arm in einem Erdloch feststeckt und Wahnvorstellungen von der kriegerischen Vergangenheit Japans hat. 

Seit seinem Debut DANGAN RUNNER 1996 drehte Sabu nahezu jedes Jahr einen neuen Film. Insbesondere seine ersten Werke POSTMAN BLUES, UNLUCKY MONKEY und MONDAY und auch DRIVE zeichnen sich durch einen extrem trockenen Humor und surreale Situationen aus, inhaltlich spielen Karma, Schicksal und Bestimmung eine zentrale Rolle. So sind Sabus Gangsterfilme eigentlich immer spirituelle Komödien mit einem Hang zum Absurden. 

Ironischerweise hätte gerade diesem Film jedoch etwas mehr „Drive“ gut getan – die kontemplative Erzählweise wird nicht jedermanns Sache sein. 

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