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Ein Jahr nach den Ereignissen im Camp Rolling Hills wird die Einrichtung wieder eröffnet. Dieses Mal wird hier die Begegnung zwischen den verschiedenen sozialen Schichten ins Auge gefasst und so finden sich mehr und minder privilegierte Teenager hier wieder. Was die Campleitung nicht weiß: auch eine gewisse Angela Baker hat sich unter die Teilnehmer gemischt und fängt wieder da an, wo sie zuletzt aufgehört hat.

Im dritten Teil der Reihe schlüpft wieder Pamela Springsteen in die Rolle der Angela. Das Ende des Erstlings spielt keine Rolle mehr, „Sleepaway Camp III“ will nur ein kleiner Slasher sein, garniert mit Hupen, ein paar Kills und etwas Witz. Das macht der von Michael A. Simpson inszenierte Streifen etwas besser als sein direkter Vorgänger. Angelas Kommentare sind schwarzhumorig und an einem Samstag den 14. fischt man schon mal eine Hockeymaske aus dem See. Hier und da halten die semi-begabten Darstellerinnen mal ihre Möpse vor die Kamera und alle Nase lang wird jemand abgemurkst. Also eigentlich alles dabei, was so ein Film aus dieser Genreschublade der 80er braucht. Jedoch ist das Ergebnis nicht nur tonal unentschlossen, auch die Kills sind eher unterwältigend und selbst in der unrated-Fassung hätte der Streifen noch mehr vertragen können. Dabei ist er aber insgesamt halbwegs kurzweilig und zieht sein Szenario ohne Umwege durch, was sich auch in der übersichtlichen Laufzeit widerspiegelt.

„It wouldn't be camp without a marshmellow roast.“

Bei nicht wenigen Campern mag man hier auf Angelas Seite sein, um keinen tut es einem wirklich leid. Sonderlich ernst nimmt sich dieser dritte Teil der Reihe nicht und hat er auch Humor sowie wenig Leerlauf, so krankt er an den lahmen Kills und der plakativen Einfachheit seines erzählerischen Gerüsts. Klar, man bekommt das, was man erwartet. Aber eben auch keinen Millimeter mehr. 

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