Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Patty Dann liefert der von Richard Benjamin inszenierte Film die Geschichte rund um die Teenagerin Charlotte. Das Leben mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester ist geprägt von Ortswechseln, dazu leidet die junge Dame noch an den freidrehenden Hormonen.
Offiziell verortet sich die Erzählung in einer Mischung aus Drama und RomCom. Das Rom zwischen Charlottes Mutter Rachel (Cher) und Lou (Bob Hoskins) ist ja ganz nett und immerhin nicht so kitschig wie bei manch anderem Vertreter umgesetzt. Nur wurde ich mit der Figur der Rachel nie warm, wenn auch die Umstände manches zu erklären versuchen.
Das Com fällt dann wohl eher auf das Treiben zwischen Charlotte (Winona Ryder) und Joe (Michael Schoeffling). Sicher war ich mir bei der Sichtung nie, aber der innere Widerstreit zwischen Charlottes Begierde und der letztlich dann wohl doch nur aus juveniler Rebellion durchgezogenen christlichen Keuschheit war wenig erheiternd.
Das Drumherum der frühen 1960er Jahre ist allerdings gelungen, dazu spielen Ryder und Hoskins ihre Rollen ansprechend. Letztlich wollte der Funke aber nicht überspringen, was vielleicht auch an der wenig mitreißenden Inszenierung liegt. Der mit einem roten Faden garnierte Spannungsbogen fehlte mir dann irgendwo doch. Und es ist klar, dass eine solche Genremischung selten zu virtuosen Einstellungen verleitet, dennoch kommt „Mermaids“ merklich bieder gefilmt daher. Visuell bleibt da nichts hängen, eventuell ein paar Aufnahmen gegen Ende im Wasser, ansonsten ist das eben auffallend unauffällig.
„Sometimes I feel like you're the child and I'm the grown up.“