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7

Ein gelungener und harter Indie-Thriller. Die Spielrunden beim russischen Roulette knistern ebenso vor Spannung wie jene Szenen, in denen der böse Gangsterbandenobermotz seine angeketteten Gefangenen verhört und foltert. Der Weg, auf dem eine verzweifelte und labile junge Person in die Fänge einer solch brutalen Organisation geraten kann, wird nicht mal unglaubwürdig geschildert. Die Schauspieler agieren auch stets mit viel Ernsthaftigkeit. Die ganze Angelegenheit erinnert nicht von ungefähr an die ersten beiden HOSTEL-Teile, weil auch hier eine osteuropäische, Mafia-artige Gesellschaft ohne mit der Wimper zu zucken Menschenleben nur zur Unterhaltung von dekadenten und abgestumpften Reichen, die noch einen Kick suchen, auslöscht. Allerdings gleitet ROULETTE nie ins Torture Porn Milieu ab. Nur der Nebenplot mit dem (nicht ganz so) smarten Journalisten kann nicht komplett überzeugen.

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