Review

New York - pur und hochprozentig


Die Stadt, der Städte, die, die niemals schläft - „The Naked City“, ein famoser Film Noir Murder Mystery, ist eine Ode an New York und erzählt eine der vielen zwielichtigen Geschichten, die der ikonische Asphaltmolloch Tag für Tag, Nacht für Nacht, Schicksal für Schicksal so freigibt. Eine attraktive und reiche Blondine wird tot aufgefunden - und nun ist es an einem Team von Polizeibeamten zu ermitteln und die passenden Fähden in dieser sündhaft-faszinierenden Stadt zu entflechten...

Wenn ein Film über die Jahre sowohl die ausführliche Criterion- als auch die Arrow-Behandlung bekommen hat, dann weiß man eigentlich, dass es sich um einen Klassiker oder mindestens (Geheim-)Tipp handeln muss. Dennoch wollte ich mich davon natürlich selbst überzeugen und führte mir diesen frechen Jules Dassin-Krimi zu Gemüte. Und was soll ich sagen... Das Teil lohnt sich! Erst recht für Fans solcher hartgekochten Thriller der alten, wegweisenden Schule. Der ermittelnde kleine Detective ist ein absoluter Sympathieträger, ein Knubbel aus Zielstrebigkeit, Intelligenz, Charme und Pfiffigkeit. Das Porträt von New York samt Meta-Voice Over ist bahnbrechend (immer wieder werden weitere Schicksale, Figuren oder Dialoge gestreift; mal böse, mal auflockernd, mal unwichtig, mal wichtig) und die Laufzeit wird ideal genutzt. Selten hat ein Film aus dieser Epoche einen solchen Stil, einen solchen Sog, eine solche Balance aus Witz und Knochen. Es gibt keinen Grund „The Naked City“ zu skippen. 2+ mit Tendenz nach oben. 

Fazit: einer der essenziellen NYC-Filme und ein knallharter (und dennoch immer wieder augenzwinkernder) Cop-Krimi über eine der 8.000.000 Geschichten dieser düster-anziehenden Weltstadt. Film Noir-Geheimtipp, Meta-Gamechanger und Vorläufer von „Sin City“ bis „Columbo“. Qualitätsware! 

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