Alvin Rakoff drehte im Jahr 1980 mit Deathship seinen ersten und glücklicherweise auch einzigen etwas bekannteren Film. "Das Todesschiff",so der einfallsreiche Deutsche Titel,setzt auf eine Mischung von Spannungs- und Schockeffekten,um dem Zuschauer möglichst das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Geisterschiffhorror also,ein Klassiker unter den Horrorfilmgenres. Klingt nach einem soliden Film,den man sich durchaus mal zu Gemüte führen kann?-Tja,zu früh gefreut....
Die Story beginnt mit einem gemütlich auf hoher See dahinfahrenden Kreuzfahrtschiff,das während der Verabschiedungsparty des ewig mies gelaunten Kapitäns von einem plötzlich aus dem nichts auftauchenden anderen Schiff gerammt wird. Nur eine handvoll Leute überlebt und treibt am nächsten Tag auf einer bescheidenen Nußschale ziellos auf dem Meer umher,der Kapitän,der ja eigentlich mit seinem Schiff untergehen sollte,ist natürlich mit dabei. Plötzlich taucht das Schiff,das sie in der Nacht gerammt hatte,wieder auf,immer noch munter durch die Gegend schippernd und natürlich völlig unbeschädigt. Schnell entscheidet man sich,dieses mal unter die Lupe zu nehmen,findet dann aber anstatt der erhofften Rettung "erstaunlicherweise" keine Menschenseele an Bord. Da man sonst nichts zu tun hat,bleibt man noch ein wenig auf dem Schiff,was sich jedoch als Fehler herausstellt,denn der alte Kahn hat einige fiese Tricks auf Lager, z.B. Abwasser ins Gesicht spülen, am Haken durch die Luft schleudern oder Blut statt Wasser aus der Dusche regnen lassen. Andererseits spielt das Boot dann aber zur Entspannung schon mal eine Schallplatte oder einen Kinofilm ab. Letztendlich endet es allerdings dann doch darin,dass das Schiff einen ungebetenen Gast nach dem anderen zu Tode slasht,was die Stimmung bei den Verbliebenen natürlich auch nicht grade hebt. Nur einen scheint das Ganze nicht zu interessieren: Der Ex-Kapitän des Kreuzfahrschiffes scheint auch hier nochmal Kapitän spielen zu wollen und verbündet sich mit dem Schiff. Dadurch bekommt er dunkle Kräfte,die er u.a. dazu einsetzt,um Bonbons zu vergiften. Schließlich muss aber auch dran glauben und nach der "Auflösung"
( Bei dem Schiff handelte es sich um ein altes Kriegsschiff der Nazis,auf dem Menschen gefoltert und getötet wurden),schafft es im Endeffekt nur die Familie des Nachfolgerkapitäns sich aus dem Schiff zu retten und sich dementsprechend in Sicherheit zu bringen.
Zusammenfassend kann man sagen: Grundidee Story: 5 punkte; Schlechte Umsetzung: -1 punkt;
Schwache Darsteller: -1 punkt; Gewaltarmut (Gore ist nicht vorhanden): -2,5 punkte
Insgesamt also 0,5/10 punkte,hochgerundet auf 1/10