Mir war beim Sichten des "Knastcoaches" nicht bewusst, dass hier auch Will Ferrell (Die Eisprinzen) mitwirkt. Ich wusste nur das der leidlich witzige Kevin Hart (Ride Along) die Hauptrolle spielt. Somit war der Anfang eine echte Überraschung, da ich Ferrell seit "Old School" durch seine Frank the Tank Performance in mein Herz geschlossen habe.
Frohlockend auf den Plot wartend, wurde schnell Ernüchterung breit. Standartgeschichte mit 08/15 Jokes. Ferrell darf seinen Poppes wieder der breiten Masse präsentieren, und Hart quatscht Eddie-Murphy-Like jeden an die Wand, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Das ist heutzutage, zumindest für mich, einfach zu wenig um mich zu begeistern und wirkliche Lacher in mir aufkommen zu lassen. Ein Farrell-Film wäre beispielsweise kein Farrell-Film, wenn man nicht mindestens einmal einen P*mmel oder Möpse zu sehen bekäme. Hier ist es Ersteres. Zwar nur kurz, aber reicht!
Es werden, zumindest meines Erachtens nach, fast alle Klischees bedient, welche ich in nahezu jeder Komödie der letzten Jahre sah. Sei es der Schwarze Gangster, der overactete Schwule, der oberlächliche Börsianer oder die geldgierige und wolllüstige Verlobte, welche nur an das prall gefüllte Portemonaie des Zukünftigen denkt. Sicherlich überragt das alles extrem, wodurch die Familiengeschichte des Darnell (Hart) sehr erfrischend und herzlich wirkt. Wäre das Leben des "Opfers" nicht so unfassbar überzeichnet, wäre das ganze Werk viel komischer und ansprechender geworden. Das das wirklich funktioniert zeigt beispielsweise ein Tim Robbins in "Nix zu verlieren".
Schlussendlich bleibt "Get Hard" eine leider zu oberflächliche Komödie aus der Hollywood-Schmiede, welche nur Standart abspult und kaum zu begeistern weiß, geschweige denn zum lachen anregt.
3,5/10