Jackie Chan und Michelle Yeoh sind undercover unterwegs in China und Malaysia.
Story:
Cop Jackie (Übersetzungsfehler: Der Rollenname war natürlich Kevin) hat dank seiner eigenwilligen Ermittlungsmethoden einen zweifelhaften Ruf bei der Hongkonger Polizei, darf deswegen aber auch die riskantesten Fälle übernehmen. Sein neuester Auftrag führt in nach China, wo er den Bruder von Drogendealer Chaibat aus einem Strafgefangenenlanger befreien soll, damit der Drogenring schließlich zerschlagen werden kann. Unterstützung bekommt er dabei von der chinesischen Agenting Yang (Michelle Yeoh). So kommt das Duo über Hongkong nach Kuala Lumpur, wo schließlich der Showdown stattfindet. Ach ja, May (Maggie Cheung) arbeitet neuerdings als Reiseleiterin und ist somit zur falschen Zeit am falschen Ort...
Unglaublich, aber wahr: "Police Story III" hält das Niveau der beiden grandiosen Vorgänger problemlos. Um dennoch nicht einen weiteren gleichförmigen Aufguss zu präsentieren, hat man sich für Teil 3 einige Veränderungen einfallen lassen. Die Story dreht sich zwar wie so oft um Drogenkartelle und spielt bei Jackie nur eine untergeordnete Rolle, dafür beschränken sich die Schauplätze dieses Mal nicht nur auf Hongkong, sondern man wechselt auch mal nach China und schließlich Malaysia. Erstmalig stellte man Jackie mit Michelle Yeoh eine Frau zur Seite, die sich durchaus ihrer Haut zu wehren weiss und nicht nur hilflos in der Gegend rumkreischt. Diesen Part übernimmt Maggie Cheung, die wieder die extrem eifersüchtige May mimen darf. Schade nur, dass sie so wenig Screentime zugestanden bekommt, denn vom Comedyaspekt sind ihre Szenen mit Abstand die besten.
Die Action konzentriert sich hier in erster Linie auf bleihaltige Schusswechsel, bei denen es desöfteren mal zu blutigen Einschüssen kommt. Jackie's typische Fights sind hingegen in der Minderheit und werden zu gleichen Teilen von ihm selbst und Michelle ausgetragen. Dabei kommt es zwar nicht zu solch packenden Kämpfen wie im Einkaufszentrum (Teil 1) oder auf dem Spielplatz (Teil 2), aber das Gebotene kann sich immer noch sehr gut sehen lassen.
Der Film braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen, steigert sich dann aber relativ schnell und spätestens nach einer Dreiviertelstunde wird nicht mehr vom Gas gegangen. Die Schießerei im Versammlungsort der Drogendealer gehört hierbei zu den spektakulärsten Szenen, gefolgt nur noch vom gut 20-minütigen Showdown, wo wirklich noch mal alles aufgefahren wird, um den Actionfan zufriedenzustellen. Hier geben sich dann Stunts und Kämpfe die Klinke in die Hand und stehen den Vorgängern in nichts nach.
Die Synchro ist sehr professionell ausgefallen, nur Jackie's Stimme passt einmal mehr überhaupt nicht zu ihm. Dafür hat man es geschafft, den Humor größtenteils ins Deutsche hinüberzuretten und versucht nicht mehr kampfhaft, durch irgendwelche Dümmlichkeiten witzig zu sein. Soundtechnisch lässt sich auch nichts meckern, obwohl hier das "Police Story"-Theme der ersten beiden Teile zu fehlen scheint (vielleicht nur in der deutschen Fassung).
Fazit: Der Abschluss der Triologie erfüllt aller Erwartungen und reiht sich nahtlos hinter die Vorgänger ein. Stunts, Kämpfe und etwas Humor bilden erneut ein stimmiges Gesamtbild, das über die gesamte Laufzeit fesselt.
10 von 10 Punkten