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"Interceptor" stammt aus einer Zeit als Charlie Sheen noch kein Superstar war und doch schlüpfte er schon die Rolle eines ganz in schwarz gekleideten Superhelden. Eine kleine Stadt wird von einer Gruppe junger Punks terrorisiert, doch glücklicherweise ist Jake zur Stelle und mithilfe seines Batmobils, dem sogenannten Turbo Interceptor, der schneller ist als jedes aufgetunte Auto der Welt, rettet er die hübsche Keri vor dem fiesen Macho Packhard.

Jake ist zwar ein Superheld, er verfügt aber nicht über Superkräfte. Er kann weder durch die Gegend fliegen, so wie Superman, noch mithilfe von Spinnenweben durch die Luft schwingen, so wie Spiderman. Jakes stärkste Waffe ist der Turbo Interceptor. Mit ihm tritt er gegen den gemeinen Packhard in einem Straßenrennen an, das er natürlich auch gewinnt (wer hätte das gedacht?).

Nichts gegen Charlie Sheen, ein wirklich cooler Superheld ist er jedoch nicht. Auch seine Gegner zählen auf keinen Fall zu den furchteinflößendsten der Filmgeschichte. Eigentlich sind Packhard und seine verblödeten Freunde ziemliche Idioten, denn sie schießen mit einer Schrottflinte ihre eigene Lenkung kaputt und setzen sich somit selbst außer Gefecht. Besonders clever ist das ja nicht.

Mike Marvin konnte sich wohl nicht so recht entscheiden ob er einen Sciencefiction Film mit einem coolen Superhelden oder einen Actionfilm mit vielen aufgemotzten Karren und illegalen Autorennen ala "The Fast and the Furious" drehen wollte. "Interceptor" ist eine Mischung aus beidem.

Das ist nicht weiter schlimm, doch ich glaube nicht Unrecht zu haben wenn ich sage das Marvins Sciencefiction Filmchen ziemlich trashig ist. Dafür bietet er aber auch reichlich Action, weshalb das Ganze relativ gut zu unterhalten weiß, trotz des hohen Trashgehalts. Gesehen haben muss man "Interceptor" deshalb aber noch lange nicht. Für B-Movie Fans sicherlich empfehlenswert, alle anderen sollten sich lieber nochmal "Superman" und Konsorten anschauen.

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