Review

Zwei heiße Psychopathinnen verführen "Keanu allein zu Haus" und drehen ihn nervlich durch den Fleischwolf, so das wäre die Story in Kurzform. Trotz einiger weniger Logikschwächen, ein hochspannender Thriller mit Potential. Der Film wirft die Frage nach den niedersten Instinkten im Menschen auf. Diese zu adressieren, kann sich als brandgefährliche Waffe herausstellen. Wer würde nicht, wenn er oder sie sich unbeobachtet und sicher fühlt, und aufs Schärfste umgarnt wird von schönen Körpern, in der ein oder anderen Situation schwach werden? Schon Oskar Wilde berühmtes Zitat "Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!" trifft hier den Nagel auf den Kopf. Desweiteren stellt sich die Frage, nach der häuslichen Sicherheit. Wie verhält man sich, wenn jemand unerwartet und frech die persönliche Schutzzone eindringt und mit üblen Manieren wütend einem keinerlei Wertschätzung entgegenbringt? Dieses Thema dürfte noch ein großes werden, angesichts der zunehmenden Zahl an Einbruchsdelikten. Zuletzt muss ich noch auf den satanischen Aspekt des Films hinweisen: Kein gewöhnlicher Mensch käme überhaupt ansatzweise auf die Idee etwas derartig Bösartiges durchzuziehen. Da jeder Film den Zuschauer nicht nur berüht, sondern auch (oft unbewußt) inspiriert, bleibt nur zu hoffen, dass nicht allzu viel Nachahmungsideen dadurch entstehen. Am Film und seiner Machart gibt es für mich nichts auszusetzen. Es passt alles. Die Story ist Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir gewünscht,  *Achtung!* #SPOILER AN* dass der Hausherr wieder die Oberhand an sich reißt, statt sich bis zuletzt fertig machen zu lassen #Spoiler AUS#. Der Film erinnert stark an Funny Games.

Fazit: Exzellenter Thriller, der kaum Wünsche offen läßt und einige interessante "philosophische" Fragen aufrollt. Sehenswert. (7.5/10)

Details
Ähnliche Filme