In seinem neuesten Film „Knock Knock“ (ein Remake des 1977 erschienenen „Tödliche Spiele), nimmt uns Regisseur Eli Roth mit auf eine Psycho-Trip der besonderen Art.
Das Eli Roth nicht nur Splatter kann, beweist er mit diesen Film. Dieser Psychothriller, geht unter die Haut. Der Film ist wirklich durchgehend spannend und schafft es, dieses Niveau bis zum Schluss zu halten. Der Film entwickelt sehr schnell eine eigene Dynamik und fesselt den Zuschauer. Man leidet sofort mit dem Hauptdarsteller Evan Webber (Keanu Reeves). Man sieht, wie schnell ein Leben vernichtet werden kann. Wie ein fürsorglicher Vater zur Zielscheibe solcher kranker Spiele wird.
Ich muss zugeben, dass ich kein großer Fan von Keanu Reeves bin aber in diesen Film hat er mich wirklich überzeugt. Die Hilflosigkeit und Verzweiflung, bringt er gut herüber. Ich will jetzt mal nicht behaupten das es seine beste Leistung ist, dafür habe ich zu wenig Filme von ihm gesehen. Aber er schafft es, mich zu überzeugen mit einer tollen authentischen Leistung.
Die zwei Freundinnen werden gespielt von Lorenza Izzo und Ana de Armas. Die Zwei verkörpern in diesen Film, das pure psychopatische Böse. Allen voran Lorenza Izzo, die nach „The Green Inferno“ zum zweiten Mal als Hauptdarstellerin für Eli Roth arbeitet. Sie schafft es, in diesen Film sogar ihre Leistung von „The Green Inferno“ zu toppen. Sie spielt die junge Psychopathin so etwas von überzeugend. Leicht überdreht aber durchgehend böse.
Fazit:
In diesen atmosphärischen Thriller, zeigt sich Eli Roth mal von einer anderen Seite. Ganz ohne Blut, schafft er es, den Zuschauer mitzunehmen. Auf eine Reise, in der der Hauptdarsteller für 48 Stunden die Hölle erlebt. Sehr unterhaltsamer Film, der zeigt, zu was Menschen fähig sind.