5
Wieder einmal Home Invasion, wieder Kammerspiel, wieder Psychokrieg auf engstem Raum. Eli Roth goes Mainstream und dieser Thriller passt gar nicht zu seinem bisherigen Schaffen, allein schon weil es viel zu zahm zugeht. KNOCK KNOCK, der übrigens HARD CANDY verblüffend ähnelt, ist leider auch nicht annähernd so packend oder frivol geraten, wie der starke Kinotrailer es erhoffen ließ. Sicher: Roths Regie ist tadellos und sowohl Keanu Reeves als auch die beiden manipulativen, psychotischen Furien spielen ihre Parts ganz prima. Jedoch ist der größte Schockmoment bereits erreicht, als Reeves' Figur, obwohl glücklich verheiratet, sich verführen lässt - und diese Überraschung ist ja keine mehr, weil sie schon vorab bekannt war. Es folgen nur noch mehr Sex (als Gewalt) und die üblichen Spielchen eines solchen Thrillers. Richtig daneben gegriffen hat man mit dem viel zu offenen, abrupten Ende.
6
Also für einen Horrorfilm gibt es erstaunlich wenig Tote und eigentlich keine Schockmomente. Von Eli Roth ist man eigentlich ganz andere Gewalt gewohnt.
7
[unterschätzt] Die bisherigen Kritiken lassen nach eigener Sichtung nur einen Schluss zu: unterschätzt! Ich hab sicherlich keine Perle gesehen, aber in der Schwämme der Home-Invasion-Filme der letzten Jahre sticht jener meiner Meinung nach als gute Muschi..äh...Muschel positiv raus. Eine Art lockerflockiger Funny Games, welcher zu viel Ernsthaftigkeit in Eli Roth's bewährt-bekloppter Art mit herrlich verschrobenem Entertainment aufwiegt. Und dabei wird sogar Moral aufgezeigt...aber nur um dann drauf zu onanieren. Wer das zu Ernst nimmt ist selber Schuld, und wer keinen Spaß hatte, dem steckt ein Knock-Knock-Stock im Allerwertesten.