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Der im Off stattfindende und als Ton über die Anfangsszenen gelegte NS-Prozess deutet es schon an: Dieser in einer Rückblende erzählte Vertreter der Italo-Nazisploitation ist ähnlich schmierig wie die meisten seiner Artgenossen, doch er hat auch eine dramatische und emotionale Seite. Die Hauptdarstellerin bringt allein mit ihrem Gesicht, besonders mit ihren Augen, das geballte Leid im KZ rüber. Die grausamen und erniedrigenden (Kopf-) Spielchen, die sie erdulden muss, haben was von den Erzählungen von Marquis de Sade. Von einer Orgie kann angesichts vieler Softsexszenen und eines Akts des Kannibalismus durchaus die Rede sein. Auf ein schwächelndes letztes Drittel folgt ein schön trauriges Ende. Einfach nur grausig ist hingegen das Titellied ("Liese, oh Liese, das Glück kehrt zurück!").

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