Review

Wo soll ich bloss anfangen? Schwierig. Erstmal haben wir da einen der besten und verisiertesten Filmfritzen überhaupt aus Hollywood am Start: James Wan. "Und Horror war sein Name"!

In seiner speziellen Art legt Wan auch gleich los und gibt Vollgas. Ohne Kompromisse und physikalischer Logik! Gut, die Reihe um Macho Vin Diesel und Schwiegermutterliebling Paul Walker war noch nie mit geerdeter Optik gesegnet, hier aber geht Wan noch einen Schritt weiter: er macht die prolligen Helden der ersten fünf Filme nun zu "Transformers" ähnlichen Figuren, die eine ganze Stadt in Schutt und Asche legt (siehe letzte halbe Stunde). Das mag dem jugendlichen und jung gebliebenden Publikum, vor allem PC-Junkies und Playstation-Rocker gefallen, mir tut er damit keinen Gefallen.

Der Schwank bewegt sich nämlich zwischen dramatischen Beziehungskisten, melodramatischen Szenen bei Gut gegen Böse und ulkigen Sprüchen untereinander. Und dann kommt wieder der Actionoverkill und tötet die angerissende Romantik in Form von Cybertrash-CGI-Auto-Szenen, wüsten Crashs, teuren Karambolagen und James-Bond-Momenten. Gut das man dabei unterscheiden kann was nun oberflächlich oder was ernst gemeint ist. Spass!

Natürlich will Wan das sich der Film dem Serienmotto treu bleibt, macht aber soviel Radau dabei, dass man sich schon fragen muss: warum hast du nicht früher solche Filme gemacht? Und warum packst du nun alles in einen Film? Selbst der kurze Auftritt von Tony Jaa (Ong Bak) sieht blaß gegenüber den ganzen Explosionen aus. Diese ganze Freiheit an Storylosigkeit und Übertriebenheit zugunsten eines Happening gibt einem als Zuschauer dieser Orgie schon zu denken.

Und auch die Anwesenheit und der eher zurückhaltene letzte Auftritt Walkers heben nicht gerade die Stimmung. Die Lösung am Ende um Walker aus dieser Filmreihe verschwinden zu lassen ist zwar nett, aber ich finde man sollte die Serie nun auch entgültig sterben lassen. Zeit wird es! Oder?

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