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Was hat man hier bloß aus einer der größten Mysterien der ägyptischen Geschichte gemacht ? Man ist dem typischen Mainstream entgegen gekommen und wartet mit schlichtem Hokus Pokus auf. Schon Autor Barry Wynne machte aus der Entdeckung des Tut-Ench-Amun eine Gruselgeschichte, das liegt aber daran, dass man damals die wahre Ursache für das Sterben nicht kannte. Und gerade von Serienautor Herb Meadow hätte ich etwas Besseres erwartet. Für zahlreiche Serien wie "Kung Fu, Cannon" oder "Mannix" schrieb Meadow schon ettliche Drehbücher, aber "Der Fluch des Tut-Ench-Amun" wurde eh nur für das britische Fernsehen gedreht. Der Sender ARD übernahm damals die deutsche Synchronisation des Films, seitdem ist er auch auf keinem Medium erschienen.

Wir befinden uns in Ägypten, Tal der Sonne, im Jahre 1922. Der Archiologe Howard Carter (Robin Ellis) ist förmlich bessessen davon das Grab des Pharaos Tut-Ench-Amun zu finden. Tonnen von Kies hat er schon mit seinem Team weggebuddelt und endlich ist es soweit, Carter hat die Grabkammer gefunden. Daher hat er nun die Reporterin Sarah Morrissey (Eva Marie Saint) am Hals, welche dort eine Story wittert. Noch viel schlimmer ist jedoch der Gauner Jonash Sebastian (Raymond Burr), denn er ist nur hinter den Schätzen der Grabkammer und legt Carter viele Steine in den Weg. Obendrein häufen sich merkwürdige Unfälle. Lastet nun wirklich ein Fluch auf Carter und seinem Team ?

Was für ein Humbug ? Ein Langweiliger gleich dazu, denn ausser ein paar Morden und einem Flugzeugabsturz passiert hier rein gar nichts. Auch dauert es ein Weilchen bis Carter mit seinem Team endlich diese ominöse Grabkammer gefunden hat. Natürlich darf da ein Widersacher nicht fehlen, wie Sebastian. Dieser will, dass Carter seine Grabrechte verliert, denn er ist hinter der goldenen Maske des Tut-Ench-Amun her. Schlicht gesagt, es geht nur um Geld. Die Reporterin Sarah ist auch nur dazu da, damit man neben dem billigen Plot noch eine Art Lovestory zu bieten hat. Selbst bei den Darstellern gibt es keine Höhepunkte. Robin Ellis hat nur zwei Gesichtsausdrücke zu bieten, Eva Marie Saint ist schon viel zu alt, da helfen nicht mal fünf Make up Schichten und selbst Raymond Burr kann keinerlei Akzente setzen. So bleiben die Charaktere blass und es fällt dem Zuschauer außerordentlich schwer hier einen Sympathisanten zu finden.

Als man damals diese Grabkammer entdeckte und das große Sterben begann, dachten die Menschen wirklich an einen Fluch, Fakt ist dass es eine Art Pilz war, welcher ein Gas austieß. Viele erstickten und das giftige Gas zerstörte den Körper. Hier soll es Tut-Ench-Amun höchstpersönlich sein. Der schickt Skorpione, Schlangen, oder Insekten, um die Opfer zu töten. Ganz besonders misslungen sind dabei diese Traumsequenzen, in denen der seit über 3000 Jahre verstorbene Pharao zu seinen Opfern spricht. Dann gibt es Erdbeben in der Grabkammer, Türen fallen wie von Geisterhand zu. Hätte nur noch gefehlt, dass der Pharao aus seinem Grab steigt und Carter persönlich an die Gurgel geht. Immerhin die Kulisse wirkt überzeugend und auch die Grabkammer hat man recht ansehlich gestaltet.

Was für ein Quark, völlig unspannend, mit lustlosen und unpassenden Darstellern versehen. Die Kulisse ist stimmig, doch ansonsten wird dieser Abenteuerfilm von Langeweile regiert.

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