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Der englische Archäologe Howard Carter und sein Finanzier Lord Carnavon entdecken nach jahrelangem Suchen das Grab des Tut-Ench-Amun. Gerüchte über einen Fluch, der sich auf jeden lädt, der die Grabruhe stört, kursieren in der Öffentlichkeit. Doch Carter forciert die Ausgrabungen. Denn auch der skrupellose Kunstsammler Sabastian hat es auf den legendären Gold-Sarkophag abgesehen. Der Fluch des Pharaos scheint wirksam zu werden: Es kommt zu einer Reihe von mysteriösen Todesfällen.

Das der Fluch des Tut-Ench Amun ein britischer Fernsehfilm ist merkt man dem Werk zu jeder Sekunde an. Alles ist brav und bieder, schon kurz vor der Grenze zur Behäbigkeit. In den 100 Minuten wird ohne Ende gequasselt, große Actionsegmente gibt es nicht, das höchste der Gefühle ist ein Flugzeugabsturz und selbst der findet hinter einer Bergkuppe statt. Dazu gibts noch künstlich aufgebauschte Nebenhandlungen, wie die Reportertante oder die leichte Liebelei Carters zu Carnavons Tochter (auch wenn da ein geschätzter Altersunterschied von gut 20 Jahren herrscht).
Wenn man sich an die typisch britische Steifheit gewöhnt hat, kann man sich mit dem Fluch sogar ganz gut unterhalten, allein der auf ägyptisch geschminkte Raumond Burr sorgt für Unterhaltungswert. Ab und an gibts dann mal wieder einen Todesfall, für den aber hautsächlich Schlangen, Skorpione und schlechte Belüftung zuständig sind, einen echten Fluch hat es ja nicht gegeben, auch wenn ja tatsächliche viele der an der Graböffnung Beteiligten unter mal mehr mal weniger mysteriösen Umständen verstarben.
Ein großer Überflieger ist die Pharaonenausbuddelung jetzt sicher nicht geworden, bietet aber routinierte Unterhaltung mit routienierten Darstellung und routinierter Inszenierung, auf jeden Fall spannender als zum Geschichtsbuch über Archäologie zu greifen.
5/10

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